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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 10:55 Uhr

„Die Solidarität hat uns umgehauen“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

HilfsAktion THW Pinneberg sammelt für gelähmten Kameraden / Rotarier und Lions Club spenden jeweils 1000 Euro

Vielen Menschen geht der Schicksalsschlag von Tomas Gerlach nahe. Deswegen ließen sich viele auch nicht lange bitten und spendeten Geld. Wie jetzt die Rotarier und der Lions Club aus Pinneberg. Mit jeweils 1000 Euro unterstützten sie die Aktion vom THW und machten am Donnerstagabend beim Ortsverband Am Hafen 81 noch einmal auf die Spendensammlung aufmerksam.

Wie berichtet, sammeln die THW-Mitglieder für ihren gelähmten Kameraden. Der 54-Jährige hat 2013 einen Schlaganfall erlitten und seitdem das sogenannte Locked-In-Syndrom (LIS). Das LIS bedeutet, dass Gerlach zwar körperlich fast vollständig gelähmt, aber bei vollem Bewusstsein ist. Er ist quasi in seinem gelähmten Körper gefangen.

Doch der tapfere Mann kämpft sich ins Leben zurück. Schritt für Schritt. Dafür benötigt er ein Balance-Steh-und-Lauf-Gerät. Das medizinische Gerät kostet etwa 10  000 Euro, die die Krankenkasse nicht zahlen will, obwohl der 54-Jährige bei seiner Rekonvaleszenz erstaunliche Fortschritte macht. Also haben Dieter Jost sowie Michael und sein Sohn Benjamin Hinz eine Hilfsaktion gestartet. „Wenn jeder THWler nur einen Euro gibt, haben wir das Geld schnell zusammen“, lautet das Motto der drei. „Die Solidarität hat uns umgehauen. Das kann man gar nicht glauben“, sagt Michael Hinz. Die ganze Blaulichtfraktion – vom DRK bis zur Feuerwehr – habe gespendet. Es gibt allein 95 Einzelspenden. „Von fünf bis 1000 Euro“, berichtet er. Und fünf THW-Ortsverbände zeigten ebenfalls Flagge. „Wir sind erfreut über diese Solidarität“, sagt Jost.

Das hat auf die Rotarier und den Lions Club aus Pinneberg großen Eindruck gemacht. Außerdem erhoffen sich die Clubs, dass sich noch mehr Menschen von diesem Engagement anstecken lassen, so dass zeitnah die benötigte Spendensumme zusammenkommt. „We serve – Wir helfen, das ist unser Motto“, sagt Manfred Nickel, Präsident des Lion Clubs.

„Das THW hat uns auch bei unserem Enten-Rennen geholfen“, erläutert der Pinneberger Rotarier Frank Schmuggerow. So sei es keine Frage gewesen, auch den THW zu unterstützen. Schön daran sei, so Schmuggerow, dass die Rotarier und die Lions sich erstmals an einer Aktion zusammen beteiligten.

„Wir sind gut davor“, sagt Hinz zur Aktion. „Zum Jahresabschluss am 4. November rechnen wir, das Geld zusammenzuhaben“, sagt THW-Ortsbeauftragter Florian Ramcke.

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erstellt am 01.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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