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Rellinger Maifestival : Mit Musik die Seele sprechen lassen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Emotional, dynamisch, eindringlich: Beim 29. Rellinger Maifestival begeisterten Solisten und Programmmix.

Rellingen | Ein Jahr lang liefen die Vorbereitungen für diese drei Tage: Das 29. Maifestival wartete erneut mit hochkarätigen internationalen Musikern auf. Michael Schopf, Vorsitzender des Organisator-Vereins zur Förderung der Musik an der Rellinger Kirche (MRK), freute sich über die fleißige Arbeit des Intendanten Luz Leskowitz: „Wir haben immer ein paar neue Gesichter hier, aber auch einen festen Kern. Daher kommt auch die familiäre Atmosphäre des Festivals.“

Zum alten Kern zählte in diesem Jahr etwa der Star-Klarinettist Karl Leister, der in Berlin unter Karajan spielte und sein Maifestival-Debut 1986 gab. Die große Neuentdeckung Leskowitz' war das prämierte Trio Vibrante, das eigens aus Tokyo anreiste.

Die drei Konzerte standen wie gewohnt unter unterschiedlichen Mottos. Die Premiere „Glanzlichter aus vier Jahrhunderten“ mit den Salzburger Solisten Joachim Schäfer (Trompete), Johannes Hinterholzer (Horn) und Isabella Unterer (Oboe) bot viel Klassik, aber auch Stücke vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Unumstrittenes Glanzlicht des Abends war das Duett von Kontrabassistin Mette Hanskov und Kantor Oliver Schmidt an der Orgel: Zu dem modernen Stück „Suite Dansant“ von Jens Keller, das für sie geschrieben wurde, wagte sie sich mit ihrem Instrument auf einen Tisch.

Beim zweiten Konzert „Von Mozart bis Yashiro“ glänzte das Trio aus Japan mit dem modernen „3rd Movement“ ihres Landsmanns Akio Yashiro sowie Beethovens „Erzherzog Trio“: Emotional, dynamisch, eindringlich. Vor allem in den schnellen Passagen zeigte sich zwischen den jungen Musikern die Interaktion und Bühnenpräsenz der großen Trios, die zarte Geigern Arisa Yamamoto überzeugte mit der Strahlkraft ihres Spiels.

Altmeister Leister beschritt gemeinsam mit seinen Bläser-Kollegen und Marat Khusaenov am Fagott das finale Konzert „Bläser-Sternstunde“ mit Klassik pur. Quintette Beethovens und Mozarts bildeten den krönenden Abschluss. Leskowitz gab dem Publikum zum Geleit: „Wir versuchen unsere Instrumente nicht zu spielen. Wir möchten etwas erzählen, singen, froh sein, lachen, weinen. Einfach die Seele sprechen lassen.“ Eindeutig gelungen.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 12:00 Uhr

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