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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 17:25 Uhr

Sondersitzung in Rellingen : Die Schulbücherei dem Abi anpassen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bibliothekarin Andrea Heitmann legt dem Fachausschuss die räumliche Erweiterung und mehr Geld für Medien nahe.

Rellingen | Es ist das Top-Thema in Rellingens Schullandschaft: Die Kommune bereitet sich mit Hochdruck auf den Start der gymnasialen Oberstufe an der Caspar-Voght-Schule (CVS) vor. Für 2017/2018 ist der Startschuss geplant. Von aktuell 580 dürfte laut Einschätzung der Verwaltung die Schülerzahl auf bis zu 1000 hochschnellen. Es bleibt ein Jahr Zeit, die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Ein weiterer Aspekt rückt derweil in den Fokus: der Ausbau der Schulbücherei.

Bibliothekarin Andrea Heitmann, Kompetenz in der Bücherei Rellingen-Ort, ist diejenige, die sich in den vergangenen fünf Jahren um das Niveau des Lehrmittelangebots an der Grund- und Gemeinschaftsschule gekümmert hat. Die Leiterin der Schulbücherei legte jüngst Politik und Verwaltung nahe, „die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche und funktionale Schulbücherei zu stellen, die die Bedürfnisse aller potenziellen Nutzer – Schüler aller Altersstufen und Lehrkräfte – berücksichtigt.“

Prinzipiell spiegelt das Angebot laut Heitmann einen hohen Standard wider. „Die Bücherei ist mit allen Medien, die für die zurzeit vorhandenen Altersgruppen vorgeschlagen werden, ausgestattet. Es ist einrichtungsseitig mit qualitativ hochwertigen und nachhaltigen Bibliothekarsmöbeln bestückt“, sagt Heitmann.

Kein Archiv, sondern Verbrauchsbibliothek

Und gibt im gleichen Atemzug die Richtung vor: „Eine moderne Schulbibliothek ist eine Verbrauchsbibliothek und kein Archiv. Die regelmäßige Aussonderung – Löschung – von Altbestand sichert die Attraktivität der Einrichtung maßgeblich.“ Die Leiterin nennt in diesem Zusammenhang auch Zahlen: „Bei einem Zielbestand von 4000 Medieneinheiten ist eine jährliche Quote von 151 Medieneinheiten zur Aktualisierung erforderlich. Bei einem Durchschnittspreis pro Medieneinheit von 18 Euro ist pro Jahr mit einem Bedarf von 2700 Euro zu rechnen.“

Heitmann dürfte wissen, dass sich mit dem Abitur die Bedürfnisse der Schüler verändern werden. Sie mahnt: „Vor dem Hintergrund der Einführung einer Oberstufe an der CVS ergeben sich für die Schulbücherei, bezüglich des Medienbestandaufbaus, und damit verbunden auch an die räumlichen Bedürfnisse, neue Anforderungen.“ Sie regt an: „Um die neuen Klassenstufen mit der entsprechenden Literatur zu versorgen, muss der Bestand auf diese Zielgruppe zusätzlich ausgerichtet werden.“ Sie fordert: „Eine damit erforderliche Aufstockung des Ist-Bestandes macht eine Neuberechnung des Raumbedarfs an Regalstellfläche notwendig.“ Sie legt nahe: „Zusätzlich sollte ausreichend Raum für das Lernen vor Ort – in Klassenstärke – gegeben sein und die Anzahl der vorhandenen Internetarbeitsplätze müssten ebenfalls an die neuen Anforderungen angepasst werden.“

Am Dienstag, 12. Juli, wollen die Mitglieder des Schulausschusses ab 19 Uhr während einer Sondersitzung im Rathaus Fakten schaffen: Die sogenannte Nutzungsbedarfsanalyse für die CVS mit Abiturzweig steht auf der Tagesordnung. Sprich: Grübeln über mehr Klassenräume, mehr Pädagogen, mehr Bücher. Mehr Geld, das im Nachtragshaushalt bewilligt werden muss.

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erstellt am 01.Jul.2016 | 17:00 Uhr

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