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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 05:09 Uhr

Kunsthaus Schenefeld : Die Schönheit des Unvollkommenen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

20 Maler faszinieren mit unscharfen Bildern. „Individuelle Förderung und neue Ideen“. Die Schau ist bis 15. Juli geöffnet.

Schenefeld | Die Speicherstadt im Nebel, drei norwegische Geschäftsmänner sowie eine quirlige Inspiration von Londons Zentrum: Bei der Ausstellung „Unscharf – Ein Projekt und seine Ergebnisse“ haben 20 Maler aus dem Kunsthaus in den Räumen von Atelier-Chefin Marianne Elliott-Schmitz ausgestellt. Die Beteiligten präsentieren 23 expressiv farbige abstrakte Öl- und Acrylbilder. „Das ist eine sehr schöne Ausstellung“, lobte die französische Besucherin Nathalie Roux. Sie zeigte sich von der Thematik „Unscharf“ fasziniert. Den abstrakten Bilder hafte „etwas Besonderes“ an. „Es ist gelungen, die Schönheit des Unvollkommenen herauszuarbeiten“, lobte Roux.

Bei zahlreichen Werken – wie dem faszinierenden Wasser-Wolkenbild von Irene Schwarzbach – bestehen Ähnlichkeiten zur Vermalungs-Technik des deutschen Malers Gerhard Richter. Elliott-Schmitz bezeichnete den als bedeutendsten und teuersten Künstler der Gegenwart geltenden Künstler als „Lieblingsmaler“ ihrer Kursteilnehmer. Stille Land- und Seeschaften finden sich im Zuge der Ausstellung genauso wie Menschen in Raum und Stadt sowie Surfer auf dem Wasser. „Es ist faszinierend, was so im Laufe eines Jahres entstehen kann“, so Elliott-Schmitz. Bei ihren einzelnen Präsentationen handele es sich auch um „eine Wertschätzung ihrer Schüler.

Während des Entstehungsprozesses überwogen zumeist die Verwendung von Spachteln und Lappen. Einige Maler setzten ihre Finger genauso ein wie in Öl getränkte Babytücher und Tapetenkleister. Profi-Porträtkünstlerin Anu Bär malte drei lachende Geschäftskollegen ihres Mannes. „Bei den Herren in Öl handelt es sich um drei trinkfeste Norweger“, erläuterte die in Halstenbek lebende Finnin. Bär belegt seit zwei Jahren Kurse bei Elliott-Schmitz. Die 41-jährige Malerin wird am 9. September auch im Zuge einer Veranstaltung des Kunstkreises ausstellen.

Malerin Gaby Rottstedt besucht bereits seit zwölf Jahren die Kurse von Elliott-Schmitz. „Ich profitiere immer wieder von ihrer Kreativität und ihrem Fachwissen“, so Rottstedt. Die Kunsthaus-Chefin begeistere ihre Kursteilnehmer fortwährend mit Aufgaben und Ideen. „Wenn man möchte, wird einem nichts vorgegeben“, freute sich Rottstedt. Ähnlich äußerte sich die Kunstkreisvorsitzende Ursula Wientapper, „Marianne überrascht uns ständig mit neuen Ideen“, so Wientapper. Es gelinge der Kunsthaus-Chefin, jeden Kursusteilnehmer auf seinem individuellen Weg zu fördern.

Irene Schwarzbach ist seit acht Jahren im Kunsthaus aktiv. „Ich treffe hier Gleichgesinnte. Die Kunst bereichert mein Rentnerleben“, bilanzierte die Malerin. Elliott-Schmitz veranstaltet seit etwa 17 Jahren bis zu sieben Ausstellungen pro Jahr. Die Präsentation ist noch bis zum 15. Juli in den Atelierräumen des Kunsthauses, Friedrich-Ebert-Allee 3-11 zu sehen.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 12:15 Uhr

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