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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

„Kinder sind wichtiger als Konzepte“ : Die Mini-Forscher der Bilsbek-Schule sollen aufgestockt werden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

An der Bilsbek-Schule soll ausgebaut werden. Ein drittes Spielplatzelement soll gekauft werden.

Kummerfeld | Der Schulverband Bilsbek will bei Bedarf die Größen der beiden Gruppen der „Mini-Forscher“ um jeweils fünf Plätze auf 25 anheben, um damit dem Kita-Platz-Mangel entgegenzuwirken. Prisdorfs Bürgermeister Rolf Schwarz (BBP, Foto) wurde als Vorsitzender des Schulverbands beauftragt, die Möglichkeiten mit dem Kreis Pinneberg auszuloten, der die Anzahl der Kinder bisher auf 40 begrenzt hatte.

Wilfried Hans (CDU) und Rolf Schwarz (BBP) sind die Kandidaten für das Prisdorfer Bürgermeisteramt.
Wilfried Hans (CDU) und Rolf Schwarz (BBP) sind die Kandidaten für das Prisdorfer Bürgermeisteramt. Foto: Zimmermann

„Das Thema ist wieder hochgekocht, weil wir zu wenig Kita-Plätze in Prisdorf haben“, erläuterte Schwarz. Die Einrichtung einer dritten Kindergarten-Gruppe bei den Mini-Forschern lehnten die Ausschussmitglieder mehrheitlich ab. „Der Platz, den wir brauchen, ist sehr rar und wird derzeit vom Offenen Ganztag genutzt“, sagte Schwarz. Derzeit seien 188 der 242 Kinder an der Grundschule in der Ganztagsbetreuung. Eine Erweiterung der Kita in Prisdorf würde Zeit benötigen und sei schwer zu finanzieren. „Wenn wir keine Zuschüsse bekommen, können wir uns das nicht leisten“, so Schwarz. Petra Stinski (SPD, Kummerfeld) betonte: „Das Konzept steht für mich im Vordergrund. Die Problematik in Prisdorf wird nicht dadurch gelöst, dass wir eine dritte Mini-Forscher–Gruppe einrichten.“ Derzeit kämen 31 Kinder aus Kummerfeld und elf aus Prisdorf – von möglichen 25. In Prisdorf habe sich das

Konzept, dass die Fünf- und Sechsjährigen den Kindergarten wechseln und zu den Mini-Forschern gehen, noch nicht durchgesetzt. „Wir wollen an diesem Konzept festhalten“, betonte Stinski. Das sah Gerhard Rathje (CDU, Prisdorf) anders und sprach sich dafür aus, das Angebot auch für jüngere Kinder zu öffnen: „Kein Konzept ist so gut, das es nicht noch besser werden kann. Kinder sind wichtiger als Konzepte. Ich will kein Kind abweisen, dass dann weinend vor der Tür steht.“

Bürgermeisterin Erika Koll sieht Handlungsbedarf.
Bürgermeisterin Erika Koll sieht Handlungsbedarf. Foto: Zimmermann

Mit dieser Meinung war er allein. „Wir wollen am Konzept festhalten“, betonte Schwarz. Seine Kummerfelder Amtskollegin Erika Koll (SPD) betonte: „Wir sollten die Möglichkeit nutzen, einen Puffer durch die Aufstockung zu schaffen. Die Belegung mit 25 Kindern pro Gruppe sollte aber kein Normalfall werden.“ Nun muss der Kreis entscheiden.

Da im vergangenen Jahr 7000 Euro der im Haushalt veranschlagten 16.000 Euro nicht für Spielgeräte genutzt wurden, weil Eltern Eigenleistungen beim Aufstellen erbracht haben, soll mit dem Geld nun ein drittes Element erworben werden. „Der Schulverein hat bereits Geld eingeworben und würde weitere 3000 bis 4000 Euro zur Verfügung stellen“, sagte Schwarz und lobte: „Man kann nur laut Danke an alle sagen, die sich so aktiv für die Schule einsetzen.“

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erstellt am 10.Nov.2016 | 17:31 Uhr

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