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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 12:46 Uhr

Arbeitsmarkt interaktiv : Die Ferien bremsen den Jobmotor aus

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Zahl der Arbeitslosen steigt in den Sommerferien saisonbedingt an. Die Arbeitslosenquote sinkt aber gegenüber dem Juli 2015.

Kreis Pinneberg | Ferienzeit bedeutet Hochkonjunktur – zumindest für die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Denn die Zahl der Arbeitssuchenden ist im Juli gegenüber dem Vormonat gestiegen und damit steigt auch das Arbeitsaufkommen in der für den Kreis Pinneberg zuständigen Behörde. Der Hauptgrund für den saisonbedingten Zuwachs: „Viele Schul- und Ausbildungsabsolventen meldeten sich in den letzten Wochen erstmals arbeitslos“, sagte Ute Beckmann, stellvertretende Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Elmshorn.

Die passenden Zahlen zu dieser Einschätzung lieferte die Agentur bei der allmonatlichen Präsentation der Arbeitsmarktstatistik: Unter den Menschen im Kreis Pinneberg, die jünger als 25 Jahre als sind, waren im Juli dieses Jahres 858 arbeitssuchend gemeldet. Das waren 151 (21,4 Prozent) mehr als im Juni.

Quer durch alle Altersgruppen waren 8743 Männer und Frauen im Kreis Pinneberg im Juli arbeitslos gemeldet. Das bedeutet eine Steigerung um 170 Personen (zwei Prozent) gegenüber dem Vormonat und eine aktuelle Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent (Juli 2015: 5,2 Prozent).

„Gleichzeitig hatten wir bis zum Ferienbeginn eine ausgesprochen hohe Personalnachfrage. Besonders die Fachkräfte bleiben in vielen Branchen äußerst gefragt“, sagte Beckmann gestern und versuchte, den Neu-Arbeitslosen damit Mut machen: „Daher werden viele der jungen Ausbildungsabsolventen schon bald wieder eine neue berufliche Herausforderung finden.“

Gestiegen ist außerdem die Zahl der sogenannten Unterbeschäftigten: Hierzu gehören außer dem Arbeitslosen unter anderem Personen in Qualifizierungsmaßnahmen und „Ein-Euro-Jobs“. 11  502 Menschen aus dem Kreis Pinneberg gehörten zu dieser Gruppe und damit 606 (5,6 Prozent) mehr als im Juli 2015. Darunter sind laut Arbeitsagentur zunehmend auch Flüchtlinge, die in Bildungsmaßnahmen und Praktika auf eine Ausbildung oder Arbeitsaufnahme vorbereitet werden.

Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein und Hamburg im Überblick:

Nach Angaben der Arbeitsagenturen waren im Juli dieses Jahres noch 512 Ausbildungsplätze bei den Unternehmen im Kreis Pinneberg frei. Seit Oktober 2015 waren 1597 Stellen gemeldet worden. Auszubildende werden besonders noch für die Ausbildungen Kaufmann im Einzelhandel (50 offene Ausbildungsplätze), Verkäufer (32), Fachkraft-Gastgewerbe (19) und Fachkraft-Systemgastronomie (19) gesucht. Außer den Ausbildungen im Einzelhandel und der Gastronomie gibt es auch noch viele offene Ausbildungsstellen als Anlagenmechaniker für den Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (23) und Fachkraft für Lagerlogistik (17). Freie Ausbildungsplätze werden täglich aktuell in der Jobbörse unter www.arbeitsagentur.de veröffentlicht.
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erstellt am 29.Jul.2016 | 10:00 Uhr

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