zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 19:23 Uhr

Die Einsätze dauern immer länger

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

THW Pinneberger Retter rückten 2016 seltener aus

Hinter den Mitgliedern des Technischen Hilfswerks (THW), Ortsverband Pinneberg, liegt ein ruhiges Jahr. „Wir hatten nicht so viele Einsätze wie im Vorjahr, aber dafür sehr zeitaufwendige Einsätze“, sagte stellvertretender Ortsbeauftragter Detlef Dwenger während des Jahresabschlusstreffens.

Er erinnerte an einen Rettungseinsatz in der Kiesgrube Lägerdorf sowie den Einsatz der Höhenretter, die in der Nähe von Itzehoe einen Fallschirmspringer aus einem Baum befreiten. Die Anzahl der Einsätze sank in den letzten zwölf Monaten von 2085 auf 713. „Die typischen Stürme und das Hochwasser sind ausgeblieben. Das kann sich aber jederzeit ändern“, sagte Dwenger.

Auch wenn die Einsatzzahlen sanken, haben sich die Einsatzstunden deutlich erhöht. „Wir müssen mit allen Szenarien rechnen und auf diese vorbereitet sein. Uns zeichnet eine gute Ausbildung aus“, sagte Dwenger. Waren es 2015 noch 8711 Ausbildungsstunden, stiegen diese 2016 auf 12  492 Stunden. Alles ehrenamtlich. „Der Vorteil einer ehrenamtlichen Organisation ist, dass man immer jemanden findet, der die Qualifikation hat, die man gerade benötigt. Wir leben von der Vielfalt und den Fähigkeiten unserer Helfer“, lobte Dwenger.

In vielen Staaten sei der Katastrophenschutz – anders als in Deutschland – staatlich organisiert. „Mit Ausbildung und dem Hauptamt wäre die Ausbildung gar nicht zu leisten. Das könnte keiner bezahlen“, war sich Dwenger sicher. Florian Ramcke, THW-Ortsbeauftragter für Pinneberg, zeichnete am Freitagabend Gordon Hallas und Manfred Kemsies mit dem Ehrenzeichen des Technischen Hilfswerk Bronze, der dritthöchsten Auszeichnung der Organisation, aus. Diese wird jährlich an höchstens 180 THW-Angehörige und 25 Außenstehende verliehen. Kim Ernst, René Müller, Benjamin Hinz und Chris Laskowski erhielten das THW Helferzeichen in Gold mit Kranz. Jugendwart Kerstin Hagemann erhielt das Helferzeichen in Gold. Für beide Auszeichnungen sind mindestens fünf Jahre Dienstzeit seit Verpflichtung mit kontinuierlichen, überdurchschnittlichen Leistungen und Aktivitäten im Dienst des THW erforderlich.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Nov.2016 | 16:43 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen