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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 01:20 Uhr

Präventionsmesse in Pinneberg : Die „Einbruchs-Saison geht wieder los“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Handwerksbetriebe für Sicherungslösungen stehen immer häufiger im Fokus der Besucher. Auch die Polizei gibt Tipps.

Pinneberg | „Das Thema Einbrüche ist derzeit überall präsent“, sagte Werner Westerhoff, Geschäftsführer des Kriminalpräventiven Rats der Stadt Pinneberg. Das war am Sonnabend in der Rathauspassage sofort zu erkennen. Kaum waren die Aufbauarbeiten beendet, wurden die Informationstische der Aussteller sofort umlagert. Vor allem die Handwerksbetriebe, die Sicherungslösungen für Türen, Fenster und Gegensprechanlagen präsentierten, wurden mit Fragen gelöchert.

„Es geht erst um Mechanik, dann um Einbruchsmeldung“, sagte Zimmerermeister Christian Lange. Für eine Absicherung der eigenen vier Wände müssten diese individuell betrachtet werden. Wie ist die Haustür? Sind Leitern in der Umgebung angekettet? Wie alt sind die Fenster? „Jedes Objekt ist anders gestaltet. Da gibt es nicht die eine Sicherheitslösung.“

„Fast alle Ermittlungserfolge der letzten Zeit sind auf die Mitwirkung der Bürger zurückzuführen“, erläuterte Polizeioberkommissar Jörg Mangelmann aus dem Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Segeberg. Seine Einschätzung: „Momentan sind die Zahlen noch ok, aber das kann sich schnell ändern. Die Einbruchs-Saison geht wieder los.“ Dann schränkte er ein: „Wir wollen aber keine Panik verbreiten.“ Zusammen mit seinem Kollegen Polizeikommissar Carsten Wegner warb er aber um aufmerksame Bürger.

„Wir können nicht überall sein, aber Nachbarn sind überall. Wer kennt einen besser als der eigene Nachbar?“, fragte Wegner grinsend. Daher sollten diese auch nicht davor zurückscheuen, die Notrufnummer 110 zu wählen, wenn sie etwas Verdächtiges bemerken. „Wenn jemand sich im Umfeld wie dem Garten bewegt, der dort nicht hingehört oder man weiß, dass die Nachbarn im Urlaub sind und da niemand sein sollte, lieber bei uns anrufen“, sagte Mangelmann. Wegner ergänzte: „Früher hieß es, nur bei Notrufen die 110 wählen, damit die Leitungen frei bleiben. Mit der heutigen Technik ist das kein Problem mehr. Wir fahren auch lieber zehnmal umsonst raus, als dass wirklich etwas passiert.“ Auch Kosten müssten die Anrufe bei einer falschen Alarmierung nicht fürchten. „Wenn Bürger etwas Auffälliges feststellen, es aber doch nur der Zeitungsbote war, dann hat das keine Folgen für sie und bedeutet keine Kosten. Es muss niemand Scheu haben, bei uns anzurufen“, sagte Mangelmann.

 

„Man muss selbst etwas für seine Sicherheit an Türen und Fenstern tun“, riet Wegner. Dabei könnte auch auf das Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zurückgegriffen werden. „Dabei gibt es bis zu 20 Prozent der Gesamtinvestition zurück“, sagte Mangelmann. Allerdings sei das Programm nur auf 1,6 Millionen Euro limitiert. „Da kann man sich ausrechnen, dass man schnell sein muss“, so Mangelmann. „Die Resonanz war von Anfang an super. Die Präventionsmesse war in diesem Jahr wieder ein echter Erfolg“, freute sich Organisator Westerhoff.

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erstellt am 31.Okt.2016 | 12:45 Uhr

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