zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 13:00 Uhr

Kirchengremien im Kreis Pinneberg : Die ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Überzahl

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am 27. November wird in 27 Gemeinden im Kreis Pinneberg gewählt. Die Kandidaten-Suche läuft bis 18. September. Wahlalter ist auf auf 14 Jahre gesenkt.

Kreis Pinneberg | Fast zwei Millionen Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirchen in Norddeutschland sind vom 13. bis 27. November zur Wahl aufgerufen. Sie wählen die neuen Kirchengemeinderäte. Im Kreis Pinneberg finden die Wahlen zentral am ersten Adventssonntag, 27. November, statt. In insgesamt 27 Gemeinden werden die neuen Gremien gewählt. 23 Kirchengemeinden gehören zur Propstei Pinneberg im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Hinzu kommen die drei Gemeinden Barmstedt, Elmshorn und Hohenfelde-Hörnerkirchen, die zum Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf gehören, aber im Kreis Pinneberg liegen. Zudem wird in der Gemeinde auf Helgoland – diese gehört zum Kirchenkreis Dithmarschen – gewählt.

„Die Kirchengemeinderäte tragen gemeinsam mit den Pastorinnen und Pastoren die Verantwortung für die Gemeinde und den Gottesdienst“, erläutert Probst Thomas Drope die Aufgaben des Gemeindegremiums. Sie beraten die Konzeption der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Konfirmanden, kümmern sich um diakonische und Bildungsangebote sowie um die Musik in der Kirchengemeinde. Doch reichen die Aufgaben noch weiter. „Als Vorstand der Träger von evangelischen Kindertagesstätten haben sie große Verantwortung für Kinder und Kita-Mitarbeiterinnen. Die Verwaltung der Finanzen, der Gebäude und Grundstücke sowie die Personalplanung ist auch Aufgabe des Kirchengemeinderates“, sagt Drope. Alle wichtigen Entscheidungen einer Gemeinde werden vom Kirchengemeinderat beraten.

Jugendarbeit, Musik und vieles mehr

Die Größe der Kirchengemeinderäte richtet sich grundsätzlich nach der Anzahl der Pastoren in einer Gemeinde. „Pastorinnen und Pastoren gehören qua Amt stimmberechtigt zum Kirchengemeinderat“, erläutert Drope. Die Anzahl der ehrenamtlichen Helfer, die in das Gremium gewählt werden, muss mindestens zwei Drittel der Mitglieder ausmachen. Hat eine Gemeinde beispielsweise drei Pastoren, müssen mindestens sechs Mitglieder gewählt werden, die keine festangestellten Mitarbeiter des Kirchenkreises sind. Denn von diesen kann eine Person zusätzlich in den Kirchengemeinderat gewählt werden.

„Die Größe eines Kirchengemeinderates hängt also vor allem davon ab, wie viele Pastoren und Pastorinnen es gibt – alle gehören automatisch zum Kirchengemeinderat. Dazu kommt ein möglicher Mitarbeitender oder eine mögliche Mitarbeitende der Kirchengemeinde, wenn er oder sie gewählt wird“, beschreibt Drope die Wahlvoraussetzungen.

Es kann pro Kirchengemeinde nur ein Festangestellter in das Gremium gewählt werden. Die Besonderheit: Unter diese Regelung fallen nicht nur die Mitarbeiter der Gemeinde selbst, sondern auch Angestellte des Kirchenkreises. „Wenn eine Frau Leiterin einer Kita im Kirchenkreis ist, die aber nicht in ihrer Kirchengemeinde liegt, in der sie sich engagieren will, gilt sie dennoch als festangestelltes Mitglied“, sagt Monika Rulfs, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein. Durch die Anzahl der gewählten Hauptamtlichen steigt die Anzahl der ehrenamtlichen, die in das Gremium gewählt werden müssen. „Die Anzahl der Kandidaten mussten die Kirchengemeinden bereits festlegen“, erläutert Rulfs.

Vorstellungsrunde am 23. Oktober

Bis Sonntag, 18. September, können Kandidaten für die Wahlen vorgeschlagen werden. Jeder Wahlberechtigte, in diesem Jahr erstmals alle Gemeindemitglieder, die spätestens am 13. November ihr 14. Lebensjahr vollendet haben, kann seine Wahlvorschläge schriftlich beim Kirchengemeinderat einreichen. Bisher galt ein Mindestalter von 16 Jahren.

Die Kandidaten müssen Mitglied der Gemeinde sein und das 18. Lebensjahr vollendet haben. Am Montag, 19. September, werden die Kandidatinnen und Kandidaten offiziell vorgestellt und die Wahlverfahren für die jeweiligen Gemeinden verkündet. Eine offizielle Vorstellung der aufgestellten Kandidaten soll bis Sonntag, 23. Oktober, im Rahmen einer Gemeindeversammlung erfolgen. Bis zu diesem Termin wird die Wahlvorschlagsliste öffentlich bekanntgegeben.

Die Wahlergebnisse werden am Sonntag, 4. Dezember, verkündet. Die Amtseinführung für die neuen Kirchengemeinderäte und deren Gelöbnis erfolgt am Sonntag, 22. Januar 2017, im Rahmen eines Gottesdienstes. Damit treten sie offiziell ihre sechsjährige Amtszeit an.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 02.Aug.2016 | 14:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen