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Pinneberger Tageblatt

03. Dezember 2016 | 07:50 Uhr

Stadtentwicklung in Pinneberg : Die CDU will mehr Gewerbe ansiedeln

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Fraktion bezieht Stellung zu den neuen Projekten für das Ilo-Gelände, die Parkstadt und das Rehmenfeld.

Pinneberg | Die Kreisstadt wächst. Wenn es um Stadtentwicklung geht, macht Pinneberg derzeit Riesenschritte nach vorn. Zeit für ein Fazit der CDU-Fraktion, die die Projekte mit angeschoben hat. Zeit für Positionen von Andreas Meyer, Torsten Hauwetter und Carl-Eric Pudor von der CDU-Fraktions-Spitze. Während des Gesprächs in der Tageblatt-Redaktion gab es auch Kritik an der Verwaltung.

Ilo-Gelände: 360 Wohneinheiten, mindestens ein Drittel Gewerbe und Sicherheit bei den Altlasten. Mit dem Mühlenauquartier bekommt Pinneberg einen neuen Stadtteil. Verantwortlich für die Entwicklung ist der Hamburger Investor Matrix. Der städtebauliche Vertrag wurde auf den Weg gebracht. „Die für uns wichtigsten Punkte wurden geklärt“, sagte Meyer, auch wenn der Antrag der CDU im Ausschuss für Stadtentwicklung von der Verwaltung und dem Vorsitzenden nicht rechtzeitig auf die Tagesordnung gesetzt worden sei. „Dies ist jetzt formell zu klären“, so Meyer.

Stichwort Altlasten: Das Sanierungskonzept sieht neben einer einmaligen Zahlung von 200.000 Euro an die Stadt vor, die auf dem übrigen Gelände befindlichen Altlasten zu sanieren, den dabei anfallenden belasteten Boden auf die ehemalige Hausmülldeponie aufzutragen und die gesamte Fläche mit einer Abdichtung gegen Niederschlagswasser nach oben abzudichten. Meyer: „Das ist abgestimmt mit Kreis und Land.“ Parkstadt: 250 Wohneinheiten, Gewerbe und ein internationaler Schulcampus – ein zweiter Stadtteil für Pinneberg ist bereits im Entstehen.

Beschlossen wurde der Plan indes mit viel Grün und Wald. „Wer jetzt das Gelände betritt, wird sich die Augen reiben. Selbst da, wo im Plan bisher Wald eingezeichnet war, sind jetzt keine Bäume mehr“, wunderte sich Meyer. Man könne das auch nicht mehr Auslichten nennen. Hier habe sich die Politik auf die Verwaltung verlassen. Die CDU will nun Bauamtschef Klaus Stieghorst in die Fraktion einladen, um eine Erklärung zu erhalten. „Damit wir beim nächsten Plan schlauer sind.“ Allerdings: Einer Baumsatzung steht die CDU ablehnend gegenüber. „Das bedeutet nur mehr Bürokratie und höhere Kosten für den Bürger“, so Meyer.

Nur noch wenig Bäumestehen auf dem Eggerstedt-Gelände: Die CDU sieht die Verantwortung bei der Verwaltung.
Nur noch wenig Bäumestehen auf dem Eggerstedt-Gelände: Die CDU sieht die Verantwortung bei der Verwaltung. Foto: Schmidt
 

Rehmenfeld: Keine Frage: Nach Eggerstedt und dem Ilo-Gelände packt die Politik das Rehmenfeld an. Eingerahmt vom Fahlt im Norden, der Rellinger Straße im Süden, der Wasserskianlage im Westen und der Autobahn 23 im Osten liegt das Rehmenfeld. „Unser Schwerpunkt liegt hier klar auf Gewerbe“, betonte Meyer. Diskussionen gibt es über die Verkehrsanbindung. Ratsherr Pudor räumte ein: „Wir dürfen die Straße nach Rellingen und die Autobahnzufahrt Pinneberg-Süd nicht überbelasten und müssen eine vernünftige Lösung finden“, führte Pudor während des Gesprächs aus. Deswegen bestehe die CDU auf einem Verkehrskonzept. „Da ist auch Rellingen gefordert“, sagte Meyer. Man wolle mit Rellingen Lösungen suchen. Aber: „Es ist in unseren Augen wenig geschickt, dass unsere Verwaltung an Rellingen Plan-Varianten schickt, ohne dass wir sie kennen“, sagte Meyer.

Besonders pikant: Es sind fünf Plan-Varianten, während dem Pinneberger Ausschuss Anfang des Jahres zwei Varianten vorgestellt wurden. „Mit unserer Nachbargemeinde sollte man besser umgehen. Insbesondere da vielleicht bald ein ehemaliger Mitarbeiter unserer Verwaltung dort zum Bürgermeister gewählt wird“, sagte Meyer und spielte auf Marc Trampe, den Pressesprecher, an.

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erstellt am 27.Mai.2016 | 10:00 Uhr

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