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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 09:10 Uhr

Interaktive Arbeitsmarktübersicht : Die Arbeitslosigkeit sinkt im Juni weiter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Kreis Pinneberg sind 139 Menschen weniger ohne Job als im Vormonat. Mehrjähriger Tiefstand ist erreicht.

Elmshorn | Die Arbeitslosenquote im Kreis Pinneberg liegt derzeit bei 5,0 Prozent, 8573 Menschen sind arbeitslos gemeldet. Dies geht aus dem Arbeitsmarktbericht hervor, der gestern von der Agentur für Arbeit veröffentlicht wurde. Im Verglich zum Vormonat ist die Arbeitslosenquote im Kreis um 0,2 Prozentpunkte zurückgegangen, im Juni 2015 lag sie ebenfalls bei 5,0 Prozent.

„Zur Mitte des Jahres erreicht der Arbeitsmarkt nicht ganz das gute Niveau vom Vorjahr. Dabei liegt die Personalnachfrage und Beschäftigung im Kreis Pinneberg weiter auf einem sehr hohen Niveau. Langzeitarbeitslose, Ältere und Migranten sollten jedoch noch bessere Chancen bei der Stellenbesetzung bekommen“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn.

 

Im Vergleich zum Vorjahr seien im Kreis Pinneberg im ersten Halbjahr 2016 deutlich mehr Arbeitskräfte nachgefragt worden als vor einem Jahr. Insbesondere Baufachkräfte, Servicekräfte in der Gastronomie oder Helfer in der Landwirtschaft seien derzeit sehr gefragt, teilte die Arbeitsagentur mit.

Auch in Schleswig-Holstein hat die Arbeitslosigkeit im Juni abgenommen. Ende des Monates waren dort 90.500 Menschen ohne festen Job und damit 3,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit sank damit auf den niedrigsten Stand in einem Juni seit 1993. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,0 Prozent.

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Auch in Hamburg erreichte die Arbeitslosigkeit einen mehrjährigen Tiefstand. Dort sind erstmals seit dreieinhalb Jahren weniger als 70.000 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote in der Hansestadt beträgt derzeit 6,9 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat. Und es ist laut Sönke Fock, Leiter der Agentur für Hamburg, der niedrigste Juni-Wert seit 2001.

Verantwortlich für die positive Entwicklung sei etwa der branchenübergreifende Beschäftigungszuwachs in den Hamburger Unternehmen. „Lediglich im Banken- und Versicherungswesen verzeichnen wir einen leichten Beschäftigungsrückgang“, sagte Fock.

Die Zahlen im Überblick:

Fragen und Antworten:

Woher kommt die Arbeitslosenstatistik?

Die Bundesagentur für Arbeit berechnet die registrierte Arbeitslosigkeit. Diese wird definiert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die Arbeitslosenquote ist der Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der sogenannten zivilen Erwerbspersonen, also aller Erwerbstätigen und Arbeitslosen zusammen.

Wer gilt als arbeitslos?

Man ist nicht einfach arbeitslos, nur weil man nicht arbeitet. Arbeitslos ist, wer weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitet, aber mehr als 15 Stunden arbeiten will und jünger als das jeweilige Rentenalter ist. Unter registrierter Arbeitslosigkeit werden die Arbeitslosen gezählt, die arbeitslos gemeldet sind.

Wer gilt nicht als arbeitslos?

Nicht als arbeitslos gewertet werden

- Alle, die an Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit teilnehmen. Auch alle Arbeitslosen, die durch private Arbeitsvermittler betreut werden, werden nicht mehr in der offiziellen Arbeitslosenstatistik geführt.

- Langzeitarbeitslose, die in Zusatzjobs auf den „Ersten Arbeitsmarkt“ vorbereitet werden, also eine sogenannte Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung haben.

- Personen, die arbeitsunfähig erkrankt sind.

- Arbeitslose, die mindestens 58 Jahre alt sind und wenigstens zwölf Monate Hartz IV beziehen, ohne ein Jobangebot bekommen zu haben.

Was ist die Unterbeschäftigungsquote?

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung oder kurzfristig erkrankt sind.

Die Unterbeschäftigung setzt sich zusammen aus drei Personengruppen:

  1. den Arbeitslosen nach § 16 SGB III,
  2. Teilnehmern an bestimmten Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und
  3. Personen in bestimmten Sonderstatus (vor allem kurzfristig erkrankte Personen).
Wo kann man sich über Jobs im Norden informieren?

Stellenangebote gibt es

- in der Jobbörse der Agentur für Arbeit

- regional auf jobs.sh

- bundesweit auf Internet-Plattformen wie Monster.de oder Stepstone.de

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erstellt am 01.Jul.2016 | 10:00 Uhr

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