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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 23:22 Uhr

Hasloh : Der Vertrag mit Diakonie wird erneuert

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Soziale Wohnraumhilfe und Migrationsarbeit in Hasloh.

Hasloh | Der Vertrag zwischen der Gemeinde Hasloh und dem Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein über die Erbringung von Betreuungsleistungen in der sozialen Wohnraumhilfe und Migrationsarbeit läuft zum Jahresende aus. Während der vergangenen Gemeindevertretung votierten die Mitglieder zwar für die Kündigung des Vertrages, damit soll jedoch die Zusammenarbeit nicht beendet sein. Vielmehr sollen mit Hilfe eines neuen Vertrages die Richtlinien nach einer einjährigen Testphase neu justiert werden.

Dazu besuchte Christian Rohde, Leiter der diakonischen Einrichtung in Quickborn, die jüngste Sitzung des Sozialausschusses in Hasloh. Er berichtete über die Ergebnisse der Testphase und äußerte Wünsche für eine weitere Zusammenarbeit.

„Der Vertrag kam zustande, weil im Laufe der Zeit immer mehr Hilfesuchende aus Hasloh zu uns nach Quickborn kamen“, erklärte Rohde. Dank des Vertrags hätte er niemanden mehr abweisen müssen. Insgesamt 14 Fälle mit etwa 96 Beratungsstunden kann die Diakonie für diejenigen Personen verzeichnen, die Hasloh zugeordnet sind.

Obdachlosigkeit vermeiden

Darunter fielen auch zwei Wohnraumauflösungen. „Wir sind für die Menschen da, die in Not geraten sind und aus ihren Wohnungen oder Häusern raus müssen“, sagte Rohde. Ziel sei es stets, die Leute davor zu bewahren, obdachlos zu werden. Jedoch könne das Diakonische Werk keine Rechtsgeschäfte übernehmen, sondern lediglich verschiedene Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Bezahlbarer Wohnraum in der Gemeinde sei jedoch sehr knapp. „Wir nehmen alles, was wir kriegen können. Auch in anderen Dörfern“, sagte er weiter. Der Bedarf an Hilfe für die Menschen in Hasloh sei durchaus gegeben. „Besonders Menschen, die lange in der Gemeinde wohnen und dann aus ihren Wohnungen raus müssen, trifft es manchmal hart“, betonte Rohde. Der Vertrag zwischen Hasloh und dem Diakonischen Werk sei bereits eine Erfolgsgeschichte, die für die Gemeinde sehr wichtig sei.

Er wünscht sich für die künftigen Abrechnungen jedoch eine verbesserte Kommunikation. „Ich kann sehr gerne Berichte im Hasloher Sozialausschuss abgeben“, schlug Rohde vor. Dem stimmten auch die Ausschussmitglieder zu, wobei Kay Löhr (FDP) anmerkte, dass die Intervalle für die Abrechnungen enger gefasst werden müssen: „Aufgrund unserer Liquidität müssen wir den Überblick behalten.“ Auch Ausschussvorsitzende Anne Worthmann (CDU) stimmte für eine Berichterstattung nach jedem halben Jahr. „Dadurch können wir bei Ungenauigkeiten besser gegensteuern“, erklärte sie. Einstimmig votierten die Ausschussmitglieder zum einen für einen neuen Vertrag mit dem Diakonischen Werk für die Erbringung von Betreuungsleistungen sowie für die halbjährlichen Berichterstattungen durch Rohde.

Damit war jedoch die Betreuung von Asylsuchenden noch nicht abgeklärt. Laut Rohde seien 2016 nur 6,5 Stunden angefallen. „Dazu kommen noch etwa sieben Stunden, da vor wenigen Tagen eine neue Familie in die Gemeinde kam“, erklärte Rohde.

Die Betreuung von Asylsuchenden sei in der Planung sehr schwierig. „Es kann sehr plötzlich mehr Bedarf da sein. Für uns ist es nicht absehbar“, sagte er weiter. Auch bei Asylsuchenden ist die rechtliche Beratung ausgeschlossen. „Wir vermitteln direkt an Anwälte weiter. Wir dürfen in Verfahren gar nicht eingreifen“, betonte Rohde. Was bei einer Ablehnung zu tun sei, könne vermittelt werden, jedoch keine Rechtsgeschäfte. Trotz Uneinigkeit über die Rechtsberatung stimmten die Ausschussmitglieder auch für diesen Punkt einstimmig.
 

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erstellt am 10.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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