zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 01:32 Uhr

Bunt, sonnig und unter Freunden : Der „Tag unter Freunden“ in der Kaserne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mehr als 6000 Besucher kamen am Sonnabend auf das Gelände der Marseille-Kaserne in Appen.

Appen | Die vielen auf dem Areal beheimateten Vögel sahen etwas fassungslos von ihren Ästen herunter, als am Sonnabend um 11 Uhr das Haupttor der Appener Marseille Kaserne geöffnet wurde und eine lange Autokolonne mit Besuchern einfuhr. Auf dem Parkgelände wurde der „Tag unter Freunden“ gefeiert.

Für einen Tag wurde die Kaserne zum bunten Vergnügungspark mit viel Atmosphäre und noch mehr Spaß. Die Unteroffizierschule der Luftwaffe mit Kommandeur Markus Kurczyk, war Gastgeber der Mega-Veranstaltung. Zahlreiche Vereine, Institutionen und Persönlichkeiten folgten seiner Einladung – Anlass war der 60. Geburtstag der Deutschen Luftwaffe und die 20-jährige Patenschaft mit Uetersen.

Bei viel Sonne und Temperaturen um die 30 Grad gab es für die etwa 6000 Gäste an jeder Ecke Neues zu entdecken: Die Jugendfeuerwehr Appen zeigte, wie sie brennende Autos löscht, das Technische Hilfswerk (THW) aus Pinneberg demonstrierte einen Brückenbau und stellte eine gigantische Rutsche für Kinder auf. Außerdem wurde Zumba angeboten – das schafften wegen der Hitze aber nur die ganz Fitten.

Zahlreiche Vereine, Organisationen und militärische Dienststellen informierten an ihren liebevoll ausgestalteten Ständen. Chöre, Entertainer und Bands, wie etwa Rokkinger, TinRock oder der Schlagersänger Pascal Krieger wechselten sich ab. Auch der Musikzug aus Uetersen und der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Appen waren dabei.

Oberst Leutnant Achim Kling (v. l.), Generalleutnant Joachim Wundrak und Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) nehmen während des feierlichen Gelöbnisses die Parade ab.
Oberst Leutnant Achim Kling (v. l.), Generalleutnant Joachim Wundrak und Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) nehmen während des feierlichen Gelöbnisses die Parade ab. Foto: Schönstedt
 

Technikinteressierte konnten Flugzeuge und Großfahrzeuge der Bundeswehr aus der Nähe bestaunen oder auch mal in einen Panzer hineingucken. Und die Kinder kosteten das Kinderparadies aus – Riesentrampolin, Stempelrallye und kostenloses Eis standen für den begeisterten Nachwuchs zur Verfügung.

Kurzfristig wurde es auch etwas offizieller: Während eines VIP-Empfangs im Kaminzimmer übergab Kommandeur Kurczyk an die Uetersener Bürgermeisterin Andrea Hansen ein Paten-Geschenk.

Highlight des Tages war das feierliche Gelöbnis mit zirka 600 Soldaten. Die Berufs- und Zeitsoldaten sagten dafür die Formel: „Ich schwöre, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“ Die Gelöbnisrede hielt Ministerpräsident Torsten Albig (SPD), für musikalische Umrahmung war das Marinemusikkorps Ostsee zuständig.

Bei Oberst Markus Kurczyk schlägt der Drogenhund an.
Bei Oberst Markus Kurczyk schlägt der Drogenhund an. Foto: Lincke
 

Der „Tag unter Freunden“ war ein ausgeglichenes Fest, bei dem alles drin war: große Rituale, viel Information, Entertainment und jede Menge Spaß. Die Besucher wechselten zwischen einem Picknick auf der schattigen Wiese zum Ausruhen und Action.

Und dass Kommandeur Kurczyk Spaß verstehen kann, hat er mit den Spürnasen der Diensthundestaffel Hamburg bewiesen. Die Hunde-Betreuer simulierten einen Drogeneinsatz, den „Stoff“ dann aber nicht an der gedachten Stelle, sondern bei dem präparierten Oberst Kurczyk gefunden. „Kleiner Scherz meinerseits“, lachte Mitorganisator Rolf Heidenberger. Kurczyk bemerkte trocken: „An so einem Tag muss man sich doch wohl ein bisschen aufputschen dürfen.“

Stabsfeldwebel im Batmobil.
Stabsfeldwebel im Batmobil. Foto: Lincke
 

Heidenberger, der durch die Veranstaltung „Appen musiziert“ bundesweit bekannt wurde, bewies auch beim „Tag unter Freunden“, dass er der richtige Mann für Großveranstaltungen ist. Er hat Kontakte, kann Dinge in Gang und die richtigen Leute zusammen bringen. „Ich hab‘ mich wirklich gern engagiert, schon aus Freundschaft zur Kaserne.“

Doch auch die tollste Party geht einmal zu Ende. Für den rührigen Ehrenamtler Heidenberger steht bereits das nächste Projekt vor der Tür. Er beginnt jetzt mit der Organisation des 125. Jubiläums des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg im September 2017. „Nach der Feier ist vor der Feier“, erläuterte Heidenberger.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 12.Sep.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen