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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 15:47 Uhr

Hat das Schulbauchaos ein Ende? : Der neue Leiter des Fachbereiches Schulen und Kindergärten im Interview

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Heiner Koch hat gestern die Leitung des neu geschaffenen Fachbereiches Schulen und Kindergärten übernommen.

Pinneberg | Jahrelanges Chaos bei der Schulbausanierung in Pinneberg. Das soll jetzt endlich ein Ende haben. Alle Hoffnungen liegen nun bei Heiner Koch. Er hat gestern die Leitung des neu geschaffenen Fachbereiches Schulen, Kindergärten und Verbund übernommen. Der 29-jährige gebürtige Pinneberger lebt in Tornesch und war zuletzt bei der Stadt Elmshorn in der Stabsstelle „Projektkoordination Sanierungsgebiet Krückau-Vorm- stegen“ tätig.

Auch wenn die Frage provokant klingen mag: Warum glauben Sie, es besser zu können als Ihre Vorgänger?
Heiner Koch: Zunächst einmal denke ich nicht, dass es mir zum jetzigen Zeitpunkt – also noch bevor ich überhaupt meinen Dienst bei der Stadt Pinneberg angetreten habe – zusteht, die Arbeit meiner Vorgänger zu bewerten und entsprechend zu sagen, was ich besser oder überhaupt anders machen werde. Mein Ziel ist es, mir schnellstmöglich einen Überblick über die Lage zu verschaffen und anschließend zu überlegen, mit welchen Maßnahmen aus meiner Sicht sinnvolle Optimierungen vorgenommen werden können. Hierbei hoffe ich, dass ich durch einen objektiven Blick auf die Situation vorhandene Potentiale erkennen und nutzen kann.

Haben Sie Erfahrung mit dem Ressort Schulbau?
Ich habe – vor einigen Jahren und noch während meines ersten Studiums – für ein halbes Jahr im Gebäudemanagement der Stadt Elmshorn gearbeitet und dort verschiedene Schulbaumaßnahmen begleitet. Zudem habe ich in den letzten beiden Jahren – während meiner Zeit in der Projektkoordination für das Sanierungsgebiet „Krückau-Vormstegen“ – verschiedene Hoch- und Tiefbauprojekte in unterschiedlichen Stadien im Rahmen eines übergeordneten Projektmanagements betreut.

Haben Sie sich bereits über den Stand der Schulbausanierung in Pinneberg informiert?
Soweit es mir bisher möglich war, habe ich mich über die Berichte in den Zeitungen, im Internet, durch verschiedene Gespräche, über die öffentlichen Vorlagen und die Teilnahme an mehreren Ausschusssitzungen über den aktuellen Stand informiert.

Wie gehen Sie vor? Was packen Sie zuerst an?
Sobald ich meine Arbeit angetreten habe, möchte ich schnellstmöglich Gespräche mit den beteiligten Kollegen, dem Kommunaler Servicebetrieb Pinneberg (KSP), den Schulleitern/innen, den politischen Parteien, der Schulallianz, und so weiter führen, um mir ein möglichst umfangreiches und neutrales Bild von der Situation an den Schulen zu machen. Anschließend werde ich die weiteren Schritte planen.

Die Politik fordert eine Schulbausanierungsplanung. Wann werden Sie diese vorlegen? Das gesteckte Ziel, alle Schulen in Pinneberg bis 2018 zu sanieren, ist wohl nicht mehr zu erreichen. Welche Zeitvorgabe halten Sie für machbar?
Aussagen zur Zeitschiene kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht machen, da ich hierfür zunächst einen detaillierteren Überblick über den vorhandenen Sachstand benötige, als ich ihn mir bisher machen konnte. Gleiches gilt für den Zeitpunkt der Vorlage einer Schulbausanierungsplanung und den Abschluss aller Sanierungsarbeiten.

Werden Sie Gespräche mit den Vertretern der Schulallianz führen?
Ja, ich möchte mich möglichst kurzfristig mit den Vertretern der Schulallianz treffen und hoffe, dass wir anschließend regelmäßig zu einem Austausch zusammenkommen können.

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erstellt am 02.Sep.2016 | 16:45 Uhr

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