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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 19:41 Uhr

Bahnhofserwachen in Halstenbek : Der neue Farbzauber soll für mehr Optimismus sorgen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Zweite Projektphase am S-Bahnhof ist abgeschlossen. Seit kurzem strahlt ein weiterer Anstrich Lebensfreude aus.

Halstenbek | Kräftiges Blau, sattes Grün: Seit 2009 ist Halstenbeks S-Bahnhof ein Hingucker. Für Reisende, für Fußgänger und Autofahrer. Das sogenannte, preisgekrönte Bahnhofserwachen sorgt seitdem für Aufsehen. Seit kurzem strahlt ein weiterer Anstrich Lebensfreude aus.

Es geht um die Brücke der Bahnüberführung Dockenhudener Chaussee, in der jüngst ein letzter Teil der Lärmschutzwand installiert worden ist. „Zwei Jahre Planung und ein erneuter Coup in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn sorgt für ein weiteres Bahnhofserwachen“, schwärmt Halstenbeks Ortsjugendpflegerin Daniela Spitzar.

Sie erinnert an die künstlerische Entsprechung auf der anderen Seite des Bahnhofs: der Treppenaufgang am Hagenwisch in denselben knalligen Farben. „Halstenbek hat nun ein poppiges Entree aus Richtung Schenefeld. In quietschbunten Farben leuchtet der neu gestaltete Eingang des S-Bahnhofs Halstenbek, ein absoluter Hingucker“, ist Spitzar begeistert.

August 2012: Weg von Tristesse an der neuen S-Bahnstation Halstenbek: Helen Kerby (BI, v. l.), Daniela Spitzar (Ortsjugendpflege), Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann (parteilos) und Frank Neubert (Tiefbau) lassen sich von der Farbenpracht anstecken.
August 2012: Weg von Tristesse an der neuen S-Bahnstation Halstenbek: Helen Kerby (BI, v. l.), Daniela Spitzar (Ortsjugendpflege), Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann (parteilos) und Frank Neubert (Tiefbau) lassen sich von der Farbenpracht anstecken. Foto: pt

Praktisches mit Kunst verbinden: Dafür kämpft die Baumschulengemeinde seit Jahren. Dahinter steht das Farbkonzept des Halstenbeker S-Bahnhofs. Zur Farborgie sagte Spitzar, die Initiatorin des auf Bundesebene prämierten Schülerprojekts, bereits im August 2012: „Das Blau und Grün der Außenbereiche geht nach Vorbild des Farbenkreises in Gelb, Orange und Rot an den Gleisen über.“

Zur Erinnerung: Die Umbauarbeiten an den Gleisen und Gleisaufgängen wurden 2010 abgeschlossen. Nach der Eröffnung passten die ohnehin baufälligen Treppen nicht mehr ins Bild. Das Projekt Bahnhofserwachen brachte den Stein ins Rollen: weg von Nüchternheit, hin zum Mitdenken.

Auch die Halstenbekerin Helen Kerby wurde damals nach 20 Jahren für ihren Kampf um Barrierefreiheit belohnt. Zusammen mit ihrer Arbeitsgruppe „Barrierefreies Halstenbek“ engagiert sich die gebürtige Amerikanerin für die Bedürfnisse von sehbehinderten und körperlich eingeschränkten Menschen. Die Arbeitsgruppe lenkt den Blick auf Gefahren und Hindernisse, die Nichtbetroffenen oftmals verborgen bleiben. Tastborde oder Kontraststreifen sind im Zuge der Bahnhofssanierung eingebaut worden. Das Bahnhofserwachen – seit 2009 ist das mehr als nur ein Traum.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 10:00 Uhr

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