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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 09:19 Uhr

Jugendbeirat in Halstenbek : Der Nachwuchs will mitmischen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wahl des Gremiums: Der Nachwuchs kann am kommenden Sonntag seine neuen Abgeordneten küren.

Halstenbek | Sie interessieren sich für Politik und möchten etwas für Halstenbeker Jugendliche bewegen: Nico Horsmann (14), Carolin Maria von Sobbe (14) und Sebastian Wagner (17) haben sich als Kandidaten für die am kommenden Sonntag bevorstehende Wahl aufgestellt. Jugendliche können von 14 bis 18 Uhr in der Bahnhofstraße 22 für ihre Kandidaten stimmen.

Die Rede ist von der freien Delegiertenwahl. Alle hier kandidierenden Nachwuchspolitiker besuchen die Schulen in Halstenbek. Drei Kandidaten können gewählt werden, genauso viele Jugendliche, wie sich zur Wahl gestellt haben. „Wir hoffen, dass so viele wie möglich zur Wahl gehen“, so die Halstenbeker Jugendvorsitzende Lara Sophie Singwald (14).

Die Kandidaten Nico Horsmann und Carolin Maria von Sobbe sitzen bereits im Jugendbeirat. Sie möchten gern erneut gewählt werden. Erstmals zur Wahl stellt sich Sebastian Wagner.

„Ich möchte mich dafür einsetzen, mehr Jugendliche für die Politik zu begeistern“, erläutert Nico. Er bezeichnet sich als „stets hilfsbereit“. „Ich habe Interesse für die Politik in Halstenbek“, betont er. An seiner Schule, der Gemeinschaftsschule an der Bek, beobachtet er, dass sich viele Jugendliche nicht für Politik interessieren. „Das würde ich gern ändern“, so der Kandidat. Einige Schüler seien nicht darüber informiert, schon mit 16 Jahren wahlberechtigt zu sein – beispielsweise bei der Bürgermeisterwahl am 11. September. Der 14-Jährige möchte sich dafür einsetzen, mehr gepflegte Freizeitareale für Jugendliche, wie am Krupunder See und am Rückhaltebecken zu schaffen.

mehr Orte für Jugendliche schaffen

Carolin Maria (14) bringt ebenfalls politische Erfahrung mit ein. Sie saß zwei Jahre lang im Jugendbeirat. Wie Nico schaute sie bei mehreren Ausschusssitzungen vorbei. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die Politiker uns noch mehr verstehen und wir ernst genommen werden“, so Carolin Maria. Es gehe ihr auch darum, mehr Orte für Jugendliche zu schaffen. Die Idee eines Wasserspiels auf dem Rathausplatz, dem „Wohnzimmer für Jugendliche“, sei leider nicht realisiert worden.

Sebastian (17) legt seinen Schwerpunkt auf die Schul- und Verkehrspolitik. Er möchte vor allem den Weg für Schüler ebnen, die – wie er – von der Gemeinschaftsschule ans Gymnasium wechseln. Er selbst fühlte sich beispielsweise im Mathe-Unterricht der Gemeinschaftsschule nicht ausreichend auf gymnasiale Standards vorbereitet. „Ich habe mich im Unterricht gelangweilt“, so Wagner. Es sei wichtig, diese Zeit effektiv zu nutzen.

Die aktuelle Verkehrssituation an der Lübzer Straße bezeichnet er als „chaotisch“. „Das gilt besonders, wenn die Ampelschaltung aus ist“, erläutert der 17-Jährige. Darüber hinaus möchte er das JubA  23 als Ort für Jugendliche erhalten. Insgesamt gehören dem Jugendbeirat zehn feste Delegierte und vier Vertreter an.

Die Kandidaten werden nur für eineinhalb Jahre gewählt. Denn im November 2017 sind landesweit Neuwahlen für alle Jugendbeiräte geplant.

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erstellt am 24.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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