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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 19:14 Uhr

Naherholung in Schenefeld : Der Kleingarten liegt voll im Trend

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Schenefelder Verein feiert nächstes Jahr 70-jähriges Bestehen. Biokost aus der eigenen Parzelle.

Schenfeld | Fast ein bisschen wie ein Labyrinth: Schmale Gänge mit niedrigen Hecken gesäumt führen vorbei an Gärten mit bunten Häuschen, grünen Beeten und Blumen über Blumen. Die Anlage an der Lornsenstraße gehört zum Kleingärtnerverein Schenefeld, der nächstes Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert.

81 Parzellen gibt es dort – und alle sind besetzt. Zwar wechseln ein paar nun den Besitzer, aber die Nachfolger kommen von einer Warteliste. Kerstin Reißig vom Vereinsvorstand berichtet: „Unsere Parzellen sind immer vermietet. In anderen Anlagen müssen manchmal Mitglieder leere Parzellen über ihre Beiträge mitbezahlen, aber hier ist das noch nicht vorgekommen.“

Wenn die älteren Mitglieder ihre Parzellen abgeben, dann schweren Herzens. „Dadurch haben wir gerade einen Generationswechsel“, sagt Reißig. Sie ist erfreut über das gemischte Altersverhältnis auf der Anlage: „Jung und Alt helfen sich hier gegenseitig bei der Arbeit und mit Erfahrung.“ Die Gemeinschaft funktioniert gut und das soll nächstes Jahr zum Jubiläum groß gefeiert werden. Gerade wird nach Vorschlägen für das Fest gesucht und auch nach Sponsoren, die mit der Finanzierung etwas unter die Arme greifen.

Die Kleingartenanlage gehört der Stadt Schenefeld und wurde 1946 aufgebaut, 1947 gründete sich der Verein. Damals standen dort Hütten als Nachkriegsbehausungen mit Gärten zur Eigenversorgung. Das ist auch heute noch so, auch wenn dort keiner mehr dauerhaft hausen darf. Das wäre auch kaum möglich, denn es gibt keinen Strom, nur Wasseranschlüsse. Und Auflagen: Die Hecken haben eine vorgeschriebene Höhe, für Hütten sind Bauanträge zu stellen und laut Bundeskleingartenverordnung müssen die Parzellen mindestens zu einem Drittel als Nutzgarten angelegt sein. Viel Arbeit, vor allem für die ehrenamtlichen Leiter, die dafür sorgen, dass alle Vorschriften eingehalten werden. Die Landstücke sind trotzdem begehrt, vor allem junge Familien mit Kindern lockt es in die Natur.

Bedient wird vor allem der Trend zur gesunden Kost: Das eigene Obst und Gemüse anbauen – mehr Bio geht nicht. „Da weiß man ganz genau, was im Essen drin ist“, sagt Reißig. Und die Gartenarbeit entspannt: nach der Arbeit, am Wochenende, in den Ferien. „Das hat einen hohen Erholungswert. Klar ist es Arbeit, etwas zu pflanzen und zu pflegen, aber man kann dabei wirklich abschalten.“ Auch die Kinder lieben die Natur. „Sie sind stolz auf ihre Beete, wenn sie sehen, wie alles wächst. Das Schönste ist aber das Naschen.“

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erstellt am 29.Jul.2016 | 13:15 Uhr

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