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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 19:36 Uhr

Hasloh : Der Kampf ums Gewerbegebiet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hasloh muss den Bedarf für weitere Flächen an der B4 bei der Landesplanung nachweisen.

Hasloh | Während der jüngsten Sitzung des Hasloher Bauausschusses hat Bernd Schürmann von der Planungsgruppe Hass die Pläne zur Erweiterung des Gewerbegebiets an der Kieler Straße (B4) vorgestellt. Derzeit befinden sich dort ein Verbrauchermarkt und ein Gartencenter. Dessen Inhaber Rüdiger Lunge war ebenfalls anwesend, um Fragen der Politiker zu beantworten.

„Die Gemeinde muss bei der geplanten Größe von 3,7 Hektar brutto nicht nachweisen, dass der Bedarf ausschließlich deshalb besteht, weil bereits ansässige Betriebe sich vergrößern wollen“, betonte Schürmann. Wohl aber sei anhand von Interessensbekundungen darzulegen, dass generell der Bedarf bestehe. Dazu genüge es, der Landesplanung eine Liste von Gewerbetreibenden vorzulegen.

Der Ausschussvorsitzende Thomas Krohn (CDU) berichtete. dass es bereits mehr Anfragen gebe, als Fläche vorhanden sei. „Ich schlage vor, dass wir ortsansässige Betriebe bei der Vergabe bevorzugt berücksichtigen“, sagte er. Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) bestätigte, dass sein Anschreiben an alle Hasloher Firmen auf sehr positive Resonanz gestoßen sei. „Als Zwischenstand kann ich berichten, dass Bedarfe von 120 bis 12.000 Quadratmeter angemeldet worden sind“, sagte er. Mit den bislang eingegangenen Antworten könne der Bedarf bereits nachgewiesen werden. „Wir müssen aber die gesetzte Frist erst abwarten“, erläuterte Brummund weiter. Die Frage sei nun, wie schnell ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden könne.

„Wichtig ist, dass wir jetzt die Gesamtmaßnahme auf den Weg bringen und die Fläche sowie die Höhe der Gebäude festlegen“, sagte Lunge. Wie genau das Areal aufgeteilt werde, könne zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Nach den vorliegenden Unterlagen plant Lunge, seinen verkleinerten Betrieb zu veräußern und auf den angrenzende Flächen, die in seinem Besitz sind, weiteres Gewerbe anzusiedeln. Seit der letzten Änderung des Flächennutzungsplans 2009 ist das bisher bebaute Gelände als „Sondergebiet Einzelhandel“ ausgewiesen.

Vergebliche Versuche

„Wir fangen mit der Planung nicht bei null an“, erklärte Brummund. Er bezog sich damit auf die vergeblichen Versuche der Gemeinde, ein deutlich größeres Areal als Gewerbegebiet auszuweisen. „Vor sieben Jahren waren wir mit unseren Plänen dreimal in Kiel – und sind dreimal mit der maximalen Fläche von 3,7 Hektar nach Hause geschickt worden“, berichtete Jürgen Hofmann (SPD).

„Wir sollten schnellstmöglich die aktuelle Stellungnahme der Landesplanung einholen – sobald die Liste der Interessenten vorliegt, können wir das angehen“, schlug Schürmann als nächsten Schritt vor. Diese Planungsanzeige sei notwendig, um einen Aufstellungsbeschluss zu fassen. Das Gremium einigte sich darauf, bis zu einer eigens dafür anberaumten Sondersitzung im September entsprechende Beschlussvorlagen auszuarbeiten.

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erstellt am 01.Aug.2016 | 16:15 Uhr

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