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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 10:02 Uhr

Tangstedt ist online : Der Internetauftritt der Gemeinde ist im Netz

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Azubi-Projekt verhilft der Gemeinde zur eigenen Webseite. Dadurch sind keine Kosten für die Erstellung entstanden.

Tangstedt | Zwischen der Reservierung der Internet-Domain „www.tangstedt- pinneberg.de“ und dem Freischalten des Online-Auftritts der Gemeinde Tangstedt verging gerade einmal eine Woche. Das ging schnell – wären da nicht jahrelange zähe Vorstöße gewesen, die schon Tangstedts früheren Bürgermeister Detlef Goos (FDP) beschäftigten.

„Wir haben schon vor Jahren versucht, eine eigene Webseite auf den Weg zu bringen, doch die Seite ,www.tangstedt.de‘ war bereits reserviert“, berichtete Goos. Ein Blick auf die Internetseite „denic.de“, auf der die Inhaber aller „.de“-Domains zu finden sind, zeigt: Der Hamburger Daniel Moldt ist Inhaber dieser Domain.

„Die habe ich bereits vor etwa 25 Jahren reserviert – als noch niemand so richtig daran glaubte, dass das Internet wichtig werden würde“, sagte der Informatik-Professor der Hamburger Universität im Gespräch mit dieser Zeitung. Damals habe das noch niemanden interessiert. „Ich komme aus Tangstedt im Kreis Stormarn und habe das aus Verbundenheit zu meiner Heimat gemacht“, erklärte der Professor. Vor etwa 15 Jahren sei dann der Tangstedter (Stormarn) Bürgermeister auf ihn zugekommen, um nach der Domain zu fragen.

„Wir haben dann vereinbart, dass ich von meiner Seite direkt auf die Seite ,www.tangstedt-stormarn. de‘ verlinke“, erläuterte Moldt. Dabei sei es bis heute geblieben. Da es technisch nicht möglich ist, auf zwei Seiten gleichzeitig umzuleiten, zog Tangstedt im Kreis Pinneberg erst einmal den Kürzeren. Bis jetzt. „Vor einem Jahr haben wir einen neuen Vorstoß gestartet und eine Arbeitsgruppe gebildet“, berichtete Bürgermeisterin Henriette Krohn (parteilos). Nach kurzer Recherche stieß der Arbeitskreis auf das Azubi-Projekt, das der in Potsdam ansässige Förderverein für regionale Entwicklung ins Leben gerufen hat.

„Bei dem Projekt geht es darum, dass Auszubildende und auch Studenten ihr theoretisches Wissen anwenden und so die ersten praktischen Erfahrungen sammeln“, erklärte Pressesprecherin Stefanie Radins. So würden beispielsweise für die kostenlose Erstellung des Internetauftritts Designer, Programmierer und Entwickler ein Team bilden. „Die Azubis aus verschiedenen Betrieben werden dabei von Ausbildern begleitet und unterstützt“, erläuterte Radins.

Professionelle Darstellung im Internet

Mehr als 3000 Gemeinden, Vereine, öffentliche und soziale Einrichtungen hätten bundesweit so bereits die Möglichkeit gehabt, sich im Internet professionell darzustellen. „Für Privatpersonen und Firmen stehen wir allerdings nicht zur Verfügung“. Die Gestaltung der Seite erfolge nach den Vorgaben und Wünschen des jeweiligen Projektpartners in enger Zusammenarbeit mit dem Betreuerteam. „Je schneller die Partner uns Inhalte liefern, desto zügiger kann der Auftritt erstellt werden“, sagte Radins. Im Durchschnitt dauere dies zwei bis drei Monate.

Für Tangstedt ist so eine übersichtliche Seite entstanden, auf der das Dorfleben abgebildet ist. In der Rubrik „Leben in Tangstedt“ sind Schule, Kindergarten, Feuerwehr, Bücherei, der Veranstaltungskalender und einiges mehr zu finden. Bei den „Vereinen“ sind immerhin zehn Einträge zu verzeichnen. In den Rubriken „Verwaltung“ und „Politik“ sind die Gremien der Gemeinde aufgelistet und beispielsweise der Sitzungskalender direkt mit den Seiten des Amts Pinnau verlinkt.

Noch sind ein paar Seiten ohne Inhalt und dafür mit einem Baustellen-Schild versehen. „Daran arbeiten wir, die Seiten sollen von nun an laufend aktualisiert werden“, versicherte die Bürgermeisterin. Sie sei froh, dass nach dem Ausbau des schnellen Internets nun auch dieser Meilenstein erreicht worden sei.

In der Initiative „Schleswig-Holstein vernetzt" werden verschiedene Kompetenzen gebündelt, um die regionale und überregionale Informationsvernetzung nachhaltig auszubauen. Um interessierten Partnern eine Mitarbeit zu ermöglichen, fallen für die Interessenten keine Kosten an. Für kommunale und regionale Projekte werden Fördermittel in finanzieller, personeller und technischer Form bereitgestellt. Die Projekte werden stets langfristig unterstützt, um die Nachhaltigkeit der Projekte zu sichern. Begleitet werden Kommunen, öffentliche Unternehmen und Verbände sowie alle Institutionen, die dem Ziel der Informationsvernetzung aufgeschlossen gegenüberstehen.
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erstellt am 07.Jul.2016 | 12:15 Uhr

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