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Pinneberger Tageblatt

21. Februar 2017 | 04:29 Uhr

Der Hund läuft, der Halter schwitzt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zuchtschau Treffen von Basset-Hound- und Rhodesian-Ridgeback-Freunden auf dem Flugplatz Uetersen-Heist

Stress kennt Anatole nicht. Von einem Schönheitswettbewerb, den sein Mensch Zuchtschau nennt, lässt er sich jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Die Hündin von nebenan ist für den sieben Jahre alten Basset-Rüden deutlich interessanter. Am Ende sind Hund und Herrchen zufrieden: Anatole erhält in der Gebrauchshundeklasse die Bewertung V für vorzüglich und darf dann mit seiner Freundin spielen. „Wenn man bedenkt, dass er nicht bei der Sache war und in einem halben Jahr bereits in der Veteranenklasse starten darf, ist die Prüfung gut gelaufen“, sind sich Barbara und Wolfgang Hofer einig.

Hundefreund Hofer, Vorsitzender der Landesgruppe Nord des Basset-Hound- Clubs Deutschland, hatte zur vierten Gemeinschaftsschau auf den Heistmer Flugplatz eingeladen. 13 Bassets und 28 Rhodesian Ridgeback – beides Rassen, die zur Gruppe der Lauf- und Schweißhunde zählen – stellen sich hier bei schönstem Sommerwetter der Konkurrenz. Den strengen Blicken und dem beherzten Griff der Richter Heinrich Quast und Burkhard Seibel entgeht kein Makel. Mit den Worten „Der Hund läuft, der Halter schwitzt“, schickt Seibel die Hundebesitzer und ihre Lieblinge in den Wettbewerb. Als dritter Teilnehmer führt Vorsitzender Hofer Anatole dem Richtergremium, zu dem auch Zuchtwartin Karin Wegner und Zuchtschauleiterin Dr. Doris Milkert zählen, vor. Die beiden laufen zwei Runden um das Richterteam herum. Dann lässt sich Anatole gutmütig zum Zahn-Check ins Maul blicken und abtasten. Der 40 Kilogramm schwere Prachtkerl hinterlässt einen guten Eindruck. Er hätte auch in der offenen Klasse und in der Championsklasse starten können. Doch Herrchen und Frauchen Hofer sehen das entspannt. Anatole hat bereits alles gewonnen, was der Basset-Hound-Club Deutschland, der Dachverband, zu vergeben hat. Ehrgeiziger zeigt sich das polnisch-dänische Züchterpaar Anna Szydlowska und Gerd Bossen. Ihre Bemühungen lohnen sich: Sowohl ihr Rüde Gambler als auch ihre Hündin Neola setzten sich durch und sichern sich den Sieg in der Championsklasse. „Der Wettbewerb ist für viele nur ein Vorwand“, weiß Organisator Hofer. „In Wirklichkeit geht es um Geselligkeit“, sagt er gut gelaunt. Getrennt nach Hunderassen haben es sich die Halter mit Zelten und weiterem Camping-Equipment auf der Wiese am Flugplatz gemütlich gemacht. Das ist verständlich. „Denn wir besuchen bis zu 30 Schauen im Jahr“, so Rhodesian-Ridgeback-Züchter Hans Miete, der extra aus Holland angereist war.

Vor 20 Jahren organisierte Ehepaar Hofer die erste Hundeschau auf dem Heistmer Flugplatzgelände. Seitdem finden die Schönheitswettbewerbe für die liebenswerten Schlappohren alle zwei Jahre unter ihrer Federführung statt.

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erstellt am 24.Jul.2016 | 14:11 Uhr

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