zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 03:04 Uhr

Hasloh : Der Grundstein der Kirche ist gelegt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Fundament wird fertiggestellt, dann ist Winterpause am Bau. Einweihung zum Ende der Sommerferien 2017.

Hasloh | „Der erste Schritt ist getan“, begrüßte gestern Hartmut Ermes, Vorsitzender des Kirchengemeinderats der evangelischen Gemeinde Quickborn-Hasloh zahlreiche Besucher, die anlässlich der feierlichen Grundsteinlegung für das neue Gemeindezentrum zur Hasloher Neuen Mitte gekommen waren. „Was sich hier eröffnet, ist etwas Besonderes“, betonte Ermes.

Das neue Zentrum des Gemeindelebens solle jedoch keineswegs nur für Gottesdienste genutzt werden. „Es ist ein Ort für Alle: Kinder, Konfirmanden, die Pfadfindergruppe, den Gospelchor und andere kirchliche Gruppen wie den Bibelkreis und die Senioren, die sich jeden Mittwoch treffen“, führte Ermes weiter aus. Die zentrale Lage zwischen Kindergarten und den benachbarten Häusern, in denen seniorengerechtes Wohnen angeboten werde, sei ideal.

„Unser großer Wunsch ist nun, auch die Innenausstattung der Räume zu vervollkommnen – da sind uns Ihre Spenden willkommen“, richtete der Kirchengemeinderatsvorsitzende einen Appell an die Gäste. Sein Dank galt allen, die bisher ermöglicht hätten, so weit zu denken und zu handeln, wie es heute gekommen sei. „Zehn Jahre lang haben wir uns darum bemüht und es gab auch einige Zweifler“, sagte Ermes. Doch deren Bedenken seien nun zerstreut.

Die Mädchen und Jungen der evangelischen Kindertagesstätte sangen das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ vor.
Die Mädchen und Jungen der evangelischen Kindertagesstätte sangen das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ vor. Foto: Springer
 

Nachdem die Kindergartenkinder das Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“ vorgetragen hatten, trat Pastorin Claudia Weisbarth ans Mikrofon. „Das ist ein sehr passendes Lied, denn hier geht es ja heute auch um einen Stein – den Grundstein“, sagte sie. Zwar werde das Haus mit viel Holz und Lehm gebaut, doch müsse es, wie jedes andere Haus, auf einem festen Fundament stehen. „Das passt zu unserer Kirchengemeinde, denn wir stehen mit unserem Glauben auch auf festem Grund“, führte Weisbarth aus.

Kupferne Zeitkapsel

Gemeinsam mit Marco Weckbrodt, der als Mitglied des Kirchengemeinderates den Bau begleitet, erläuterte die Pastorin, welche Gegenstände in einer kupfernen Zeitkapsel im Fundament vergraben werden. „Wie bei anderen Bauten auch ist das der Architektenentwurf, die heutige Ausgabe unserer Tageszeitung, dem Quickborner Tageblatt, und einige Münzen“, zeigte Weisbarth.

Pastor Florian Niemöller steuerte ein Lied bei.
Pastor Florian Niemöller steuerte ein Lied bei. Foto: Springer

Doch bei diesem besonderen Bau, müsse noch mehr in die Kapsel. „Die Kindergartenkinder haben auch einen Entwurf der Kirche gezeichnet und dann das schönste Bild ausgewählt“, sagte sie und zeigte ein Bild, das dann in der Kapsel verschwand. Es folgte die aktuelle Ausgabe des Gemeindebriefs – und eine kleine Playmobil-Figur. „Wir bauen in einer denkwürdigen Zeit, das Luther-Jahr hat gerade begonnen, deshalb darf diese kleine Luther-Figur nicht fehlen“, begründete die Pastorin. Zu guter Letzt steckte Weisbarth ein Gebet für das Haus und dessen Bau in das Gefäß. Beendet wurde die Zeremonie mit dem gemeinsamen Vaterunser.

„Das ist ein Tag der Freude für Hasloh“, sagte Haslohs Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD). Es sei ein großer Gewinn für das Dorf, die Kirchengemeinde dauerhaft im Ort zu haben. „Ein toller Standort mit kurzen Wegen für Alle“, stellte er fest. Denkwürdig sei für ihn, dass er die ersten Aktivitäten auf der Baustelle – die Vermessungen – ausgerechnet am Reformationstag beobachtet habe. „Das ist doch ein gutes Zeichen“, sagte Brummund.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 25.Nov.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen