zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 15:30 Uhr

Entscheidung zum Kunstrasen : Der EMTV muss noch ein Jahr warten

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Stadt wird das Projekt erst 2018 finanziell unterstützen. Die Kosten: zirka 700.000 Euro.

Elmshorn | Bei Wind und Wetter nutzbar. Pflegeleichter und ein geringeres Verletzungsrisiko. Die Vorteile von modernen Kunstrasenplätzen sind schon lange bekannt. Kein Wunder, dass der Elmshorner Männer Turnverein(EMTV) für die Zukunft auch auf Kunstrasen setzt. 2017 sollte der Grandplatz auf der Sportanlage Wilhelmshöhe in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden. Kosten: zirka 700.000 Euro. Der Verein hatte einen entsprechenden Förderantrag an die Stadt gestellt. Doch der EMTV muss sich gedulden – und noch ein Jahr warten. Mit großer Mehrheit folgte die Politik dem Vorschlag der Verwaltung, den Förderantrag noch einmal zurückzustellen.

Der Elmshorner MTV wurde 1860 gegründet. Im Jahr 2005 wurde Holsatia Elmshorn aufgenommen. Mit zirka 5000 Mitgliedern ist der EMTV nicht nur der größte Verein in der Stadt, sondern kreisweit zahlenmäßig die Nummer zwei. Es gibt 17 selbstständige Abteilungen. Die Mitglieder können aus 400 Angeboten wählen.

„Diese Entscheidung müssen wir jetzt erst einmal in aller Ruhe im Vorstand besprechen“, betonte gestern der Vereinsvorsitzende Stefan Heesch.

Es geht – natürlich – auch ums Geld. Die Stadt setzt klare Prioritäten und die liegen zurzeit bei der Schaffung von weiteren Kita-Plätzen in Elmshorn. Ein Millionenvorhaben. Schon 2015 war dem Sportverein signalisiert worden, dass vor dem Jahr 2018 keine finanzielle Unterstützung seitens der Stadt möglich ist. Grundsätzlich würde Elmshorn laut Sportförderrichtlinie einen Zuschuss in Höhe von zirka 210.000 Euro gewähren. Auch vom Kreis sollen Fördermittel in das Kunstrasenprojekt fließen, den Rest wird der EMTV tragen müssen.

Lärmgutachten eingeholt

Vor einer endgültigen Entscheidung muss der Verein aus Sicht der Stadt noch ein paar „Hausaufgaben“ erledigen. Es fehlen noch ein Kosten- und Finanzierungsplan sowie Angaben über die Auslastung und Frequentierung des Platzes.

Ein Gutachten liegt aber bereits auf dem Tisch – und zwar in puncto Lärm. Darin wurde der Standort Wilhelmshöhe an der Kaltenweide aus schalltechnischer Sicht als geeignet bewertet. Es handelt sich in diesem Bereich um ein Mischgebiet. In der Expertise war auch ein Alternativstandort untersucht worden, der Koppeldamm. Da es sich dort um ein reines Wohngebiet handelt, rieten die Gutachter von dieser Lösung aber ab.

Kunstrasen: Auch die Poli  tik hält diesen Weg für richtig. Beim SV Lieth war ein Rasenplatz mit finanzieller Unterstützung der Stadt in einen Kunstrasenplatz umgewandelt worden. Jetzt ist der EMTV dran – allerdings erst 2018.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 14.Okt.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen