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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 12:59 Uhr

Abwasser in Hasloh : Der AZV wird bevorzugt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Mehrheit stimmt für einen regionalen Anbieter.

Hasloh | Während der jüngsten Sitzung des Hasloher Bau- und Wegeausschusses haben die Politiker über die geplante Abgabe des Schmutz- und Regenwassernetzes beraten. Die beiden Unternehmen Hamburg Wasser und der Abwasszweckverband Südholstein (AZV) hatten dazu in einer der vergangenen Sitzungen ihre Dienstleistungen, Ziele und Vorgehensweisen vorgestellt.

„Beide haben eine gute Präsentation abgeliefert, die Inhalte waren nahezu identisch“, befand Horst Rühle (CDU). Allerdings sei es für den AZV auch ein regionaler Auftrag, die Gemeinden zu vernetzen. „Bei dieser Zielsetzung ist für Hasloh mehr drin“, sagte Rühle.

Jürgen Hofmann (SPD) wies darauf hin, dass die Gemeinde bereits seit Jahren mit dem AZV im Bereich des Abwassers zusammenarbeite. „Außerdem ist die Kündigungsfrist nur halb so lang wie die bei Hamburg Wasser“, argumentierte Hofmann. Ilka Schmidt (CDU) wies darauf hin, dass Hamburg Wasser auch für die Trinkwasserversorgung in Hasloh zuständig sei, es demnach auch mit diesem Unternehmen eine jahrelange Zusammenarbeit gebe. „Wir sollten die Bönningstedter fragen, wie zufrieden sie sind“, schlug Schmidt vor.

Diese Frage konnte der anwesende Gemeinderat Dieter Kalkovski (SPD) beantworten. „Ich habe mit Niels Hansen gesprochen, sie sind sehr zufrieden“, berichtete er. Die Zusammenarbeit laufe seit 2013. „Die Berechnung der Abwassergebühr listet auch auf, welche Beträge für die Unterhaltung der Leitungen und welche für Verwaltung und Rücklagen anfallen“, sagte Kalkovski.

Günther Ewert (SPD) wiederum berichtete von seinem Gespräch mit dem ehemaligen Tangstedter Bürgermeister Detlef Goos (FDP): „Die Gemeinde ist seit etlichen Jahren beim AZV und vom tollen Service begeistert.“ Auch Hans-Joachim Weidtmann (SPD) gab dem AZV dem Vorzug. „Dort finden die Besprechungen mit den Gemeinden halbjährlich statt und nicht nur ein Mal im Jahr“, sagte er.

Einigkeit herrschte darüber, dass die jetzige Lösung die Gemeinde deutlich mehr Geld kostet, als das Kanalnetz abzugeben. „Unsere Fraktion bevorzugt ein regionales Unternehmen anstatt dem aus einem anderen Bundesland“, sagte Gunnar Schacht (SPD). Das Ergebnis des Meinungsbildes: Bis auf ein Mitglied bevorzugten bei der Probeabstimmung alle Politiker den Abwasserzweckverband.

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