zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:21 Uhr

Anstoss – Die HSV-Kolumne : Demirbay ein Beispiel für das Personalchaos

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kerem Demirbay ist ein weiteres Beispiel, dass man dem HSV mit viel Wohlwollen eine unglückliche Personalpolitik, mit kritischerem Blick aber auch gerne völlige Unfähigkeit attestieren kann.

Hamburg | Zu schlecht für eine Gurkentruppe, aber Leistungsträger in einer Spitzenmannschaft. Kerem Demirbay ist ein weiteres Beispiel, dass man dem HSV mit viel Wohlwollen eine unglückliche Personalpolitik, mit kritischerem Blick aber auch gerne völlige Unfähigkeit attestieren kann. Demirbay hat in der vergangenen Saison eine überragende Zweitligasaison gespielt und agiert im zentralen Mittelfeld - genau die Position, auf der die Hamburger Probleme haben. Das war selbst dem ehemaligen Coach Bruno Labbadia schon vor der Saison bekannt.

Trotz allem wurde Demirbay für lächerliche 1,7 Millionen Euro verramscht. Dort spielt er bisher eine glänzende Runde. Beim Dino irren dagegen Lewis Holtby, Gideon Jung &. Co. meistens ziemlich orientierungslos durch das Mittelfeld. Der wesentlich stärkere Demirbay wurde dagegen vergrault und wollte weg, weil niemand auf ihn setzte.

Genauso lief es in der vergangenen Spielzeit mit Jonathan Tah. Der flüchtete nach Leverkusen, weil er unter Labbadia keine Chance sah. Wer braucht schon Tah, wenn er Johan Djourou und Cleber hat? Mit der Ablöse für den in Leverkusen zum Nationalspieler aufgestiegenen Innenverteidiger wurden Albin Ekdal und Sven Schipplock finanziert. So hat der Dino ohne Not zwei junge, entwicklungsfähige Spieler abgegeben, die über Jahre hätten Leistungsträger sein können.
So ist nicht nur die unsägliche

Sportchef-Suche schuld daran, dass der Dino wieder einmal zur Lachnummer der Liga geworden ist. Wenn das Thema endlich erledigt sein sollte, dürfte bald die nächste Posse anstehen. Dass Trainer Markus Gisdol und Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer das Weihnachtsfest noch in Amt und Würden erleben, erscheint momentan eher unwahrscheinlich: Wenn sie die Nachfolgersuche verfolgen, brauchen HSV-Fans mehrere Eigenschaften: Geduld, Leidensfähigkeit und viel Humor.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Nov.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen