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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 13:06 Uhr

Bevölkerungsentwicklung : Dem Kreis Pinneberg droht die Überalterung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Jahr 2030 wird ein Viertel der Menschen 65 Jahre und älter sein.

Kreis Pinneberg | 311.000 Menschen leben bereits im Kreis Pinneberg. Und es werden immer mehr. Bis zum Jahr 2030 wird die Bevölkerungszahl jedes Jahr steigen. Das geht aus Zahlen des Statistikamts Nord und der Landesplanung hervor. Die Kehrseite der Medaille: Am deutlichsten geht die Zahl der älteren Menschen nach oben. Im Jahr 2030 wird ein Viertel der Kreisbevölkerung 65 Jahre und älter sein.

Insgesamt wird nach diesen Zahlen die Bevölkerung in Schleswig-Holstein mit etwa 2,8 Millionen konstant bleiben. Doch innerhalb des Landes gibt es in Sachen Bevölkerungsentwicklung deutliche Unterschiede. Außer dem Kreis Pinneberg werden nur im übrigen sogenannten Hamburger Speckgürtel im Jahr 2030 mehr Menschen leben als heute.

Dass es viele Menschen vom Dorf in die Stadt zieht, lässt sich ebenfalls mit dieser Statistik belegen: Die kreisfreien Städte Kiel, Lübeck und Flensburg verzeichnen deutliche Zuwächse, allein Kiel bis 2030 etwa 19.000 Menschen. Lediglich in Neumünster wird das Bevölkerungswachstum mit gerade einmal 1000 Menschen geringer ausfallen.

Bevölkerungswachstum nur in drei Kreisen

Dagegen kehren viele Norddeutsche den Landkreisen den Rücken. Nur in drei von elf Landkreisen steigt die Bevölkerungszahl: Im Kreis Pinneberg werden mit dann 322.000 Menschen im Jahr 2030 knapp 11.000 mehr leben als heute. Im Kreis Segeberg wird der Zuwachs 3000 und im Kreis Stormarn 10.000 betragen. Sonst geht sie zum Teil deutlich zurück, so in den Kreisen Ostholstein und Rendsburg-Eckernförde um jeweils 11.000 Menschen.

Der Grund: Zum einen zieht es die Menschen in die Städte, zum anderen wird in den kommenden Jahren in fast allen kreisfreien Städten und Landkreisen die Sterberate höher als die Geburtenrate sein. Lediglich in Kiel werden nach den Zahlen des Statistikamts mehr Menschen geboren als sterben.

Die anderen Städte und Landkreise, die – wie der Kreis Pinneberg, – einen Bevölkerungszuwachs haben werden, profitieren hingegen von Zuwanderung aus anderen Regionen Deutschlands oder anderen Ländern. Doch die Menschen, die zuziehen, sind ganz offensichtlich oft schon älter. Denn nach Daten der Landtagsfraktion der Grünen steigt im Kreis Pinneberg die Zahl der Pflegebedürftigen von 2009 bis 2030 um 66,4 Prozent an, im Kreis Segeberg sogar um 76 Prozent. In Kiel mit seiner hohen Geburtenrate sind es 33,6 Prozent. Die zunehmende Überalterung des Kreises Kreis Pinneberg belegen auch Zahlen des Statistikamts: In 14 Jahren werden 82.000 von 322.000 Menschen 65 Jahre und älter sein.

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erstellt am 26.Sep.2016 | 12:45 Uhr

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