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Pinneberger Tageblatt

31. Mai 2016 | 12:04 Uhr

Kreis Pinneberg : Das Wohnen im Hamburger Umland wird teurer

vom

Studie: Preise für Neubauten und Eigentumswohnungen steigen um etwa sieben Prozent. Spitzenreiter in der Region: Wedel.

Hamburg/Kreis Pinneberg | Die schlechte Nachricht für Kauf-Interessenten vorweg: Günstiger wird es nicht. Weder in Hamburg noch im Schleswig-Holsteiner Umland sinken die Preise für Grundstücke, Häuser oder Eigentumswohnungen. Dennoch sei der Traum vom Eigentum „so erfüllbar wie nie“, sagte LBS-Vorstandsvorsitzender Peter Magel am Dienstag bei der Vorstellung der Studie der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg in Hamburg.

Grund dafür seien die historisch niedrigen Zinsen. Sie entlasteten Käufer stärker als die Preise steigen. Insgesamt gilt: Die Preise für Immobilien in Hamburg und dem Umland steigen für Neubauten stärker als für bestehende Objekte. Und weil Hamburg wächst, aber es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt, entsteht laut Magel ein  Überlaufeffekt: Immer mehr Menschen zieht es ins Hamburger Umland. Das lässt die Preise dort steigen, aber sie bleiben auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in der Hansestadt. Bezogen auf ein gebrauchtes Eigenheim mit 120 Quadratmeter Wohnfläche müssen Interessenten durchschnittlich 393.480 Euro in Hamburg zahlen, im Umland  164.640 Euro weniger. Bei einer gebrauchten Eigentumswohnung mit 80 Quadratmeter macht der Unterschied laut Studie 139.280 Euro aus. 

Generell gilt für das nördliche Umland von Hamburg: Wedel, Rellingen, Schenefeld sowie Norderstedt (Kreis Segeberg) und teilweise auch Pinneberg sind häufig etwas teurer als der Durchschnitt. In Elmshorn, Quickborn, Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) und Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) sind die Preise fast immer unterdurchschnittlich. „Entscheidend für den Preis ist die Infrastruktur. Ist eine gute Anbindung an öffentlichen Verkehrsmittel oder die Autobahn vorhanden, steigt die Beliebtheit und damit der Preis“, erklärt Ulrike Stüdemann vom Hamburger Forschungsinstitut „F+B“, das die Studie wissenschaftlich begleitet hat.

Bestehende Eigenheime kosten im Norden von Hamburg durchschnittlich 1907 Euro pro Quadratmeter und sind damit um 3,9 Prozent gestiegen. Zu den teuersten Standorten gehören im Westen Wedel (2635 Euro), Halstenbek, Schenefeld und Rellingen (2463 Euro). Norderstedt folgt mit 2415 Euro und Pinneberg (2202 Euro). 

Gebrauchte Eigentumswohnungen kosten im nördlichen Hamburger Umland 2000 bis 2200 Euro pro Quadratmeter wie in Schenefeld, Halstenbek und Norderstedt (Kreis Segeberg). Etwas preiswerter sind sie in Wedel, Rellingen und Pinneberg im Westen Hamburgs. Unterdurchschnittliche Preise von etwa 1600 Euro pro Quadratmeter werden in Quickborn, Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) oder Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) verlangt.

Für neue Ein- und Zweifamilienhäuser im Hamburger Umland sind die Preise um 7,2 Prozent seit Jahresbeginn 2015 gestiegen. Die höchsten Neubaupreise wurden in Schenefeld (3123 Euro pro Quadratmeter) und Rellingen (2985 Euro) registriert, gefolgt von Wedel und Norderstedt (gut 2600  Euro). In Kaltenkirchen (Kreis Segeberg), Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg), Pinneberg und Quickborn kosten sie 2000 bis 2200 Euro; in Elmshorn liegen sie sogar unter 2000 Euro.

Neue Eigentumswohnungen sind im Umland sieben Prozent teurer geworden und kosten durchschnittlich 2819 Euro pro Quadratmeter wie in Schenefeld und Wedel, Pinneberg liegt etwas höher mit 3000 Euro.

Die Grundstücke werden für 67 bis 320 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Wedel ist wieder der Preisspitzenreiter, gefolgt von Halstenbek, Schenefeld, Rellingen und Norderstedt (Kreis Segeberg).

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erstellt am 23.Mär.2016 | 09:50 Uhr

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