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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 05:02 Uhr

Pinneberg : Das war das diesjährige White Dinner

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Farbe Weiß sollte am Sonnabendabend auf dem Drosteiplatz dominieren. Die Teilnehmer gestalten den Abend selbst.

Pinneberg | Traute Bock schaute etwas fragend über den Drosteiplatz, als sie am Sonnabend als Erste – komplett in Weiß gekleidet – für das White Dinner aufbauen wollte. „Wir sind gerade erst aus dem Urlaub gekommen und waren uns nicht sicher, ob wir uns vertan haben“, sagte Bock, während ihr Mann Helmut die ersten Stühle auf den Drosteiplatz trug. Kurz darauf bekamen die Bocks allerdings Gesellschaft.

Verblüfft schaute eine Gruppe Jugendlicher, die vor der Drostei mit ihren Smartphones virtuelle Monster im Spiel „Pokemon Go“ jagten, als nach und nach weiße Tischdecken, Windlichter, Teller, Silberbesteck, Schalen und Schüsseln den Tisch füllten. „Wir sind zum dritten Mal dabei und nutzen das White Dinner, um Freunde zu treffen“, sagte Helmut Bock und seine Frau ergänzte: „Alle schimpfen über Pinneberg, dass nichts gemacht wird. Dann muss man auch selbst dazu stehen und aktiv mitmachen.“

Mit spanischem Salat, eingelegten Pilzen, Datteln im Speckmantel, Baguettes, Weintrauben, Frikadellen, Kartoffelsalat und Wein hatten sich die Freunde eingedeckt. „Jeder isst, was er mag“, sagte Helmut Bock und ergänzte lachend: „Vor zwei Jahren waren wir übrigens auch die ersten, die hier rumgestreunt sind.“ Allerdings habe es damals geregnet, sodass eine Plane gespannt werden musste. „Heute ist das Wetter ja fantastisch“, schwärmte Ursula Schroedter. Ihre Tante aus England, die sie vor zwei Jahren als „englische Delegation“ mitgebracht hatte, musste in diesem Jahr allerdings passen.

Lui Moser (Foto r.) und ihre Freundin Linde Kecker aus Kiel erlebten ihre Premiere.
Lui Moser (Foto r.) und ihre Freundin Linde Kecker aus Kiel erlebten ihre Premiere. Foto: Fröhlig
 

„Es ist schade, dass alle Jungen, die Kinder haben, im Urlaub sind“, kritisierte Traute Bock den Termin. Ihr Mann Helmut sah aber auch Positives: „Wir waren bei einem Event in der Hamburger Hafencity. Da schleppt man alles hin und dann sind die so steif und stur gewesen. Da kommt man hier besser ins Gespräch.“

Für Lui Moser und ihre Freundin Linde Kecker aus Kiel war das sechste Pinneberger White Dinner die persönliche Premiere. „Ich dachte, der ganze Platz ist schon dicht, weil wir spät dran waren“, wunderte sich Moser über den geringen Zuspruch. Doch schnell war der Kontakt zum Nachbartisch geknüpft. „Ich denke, der Wind wird heute noch für einige Farbtupfer sorgen, wenn er die Rotweingläser vom Tisch pustet“, scherzte Kecker. Doch der konnte den Norddeutschen nichts anhaben. Und so wurden bei Einbruch der Dunkelheit Wunderkerzen angezündet, um die Stimmung zu untermalen.

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erstellt am 08.Aug.2016 | 12:30 Uhr

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