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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 11:24 Uhr

Medienerziehung im Kreis Pinneberg : Das Smartphone eröffnet ein neues Kapitel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auf einem Infoabend gibt der Kreis Pinneberg Eltern Tipps, damit sie ihren Kindern den Umgang mit dem Internet beibringen können.

Kreis Pinneberg | Wieviel Digitalisierung vertragen unsere Kinder? Welchen Einfluss haben soziale Netzwerke und Smartphones auf die Sozialisation? Wie soll die Medienerziehung aussehen? Das sind nur einige der Fragen, die vermutlich alle Mütter und Väter beschäftigen. Deswegen war der Andrang während des Informationsabends des Kreises Pinneberg zum Thema „Eltern, Kinder, Medien 2016 – neue Herausforderungen für Familien und Schulen“ am Dienstagabend im Pinneberger Geschwister-Scholl-Haus (GSH) groß. Mehr als 100 Besucher waren in das GSH gekommen, um Tipps für die Medienerziehung zu erhalten.

„Wir hatten so viele Anmeldungen, dass wir einigen sogar absagen mussten“, sagte Jörn Folster, Koordinator für Medienkompetenz in der Kreisverwaltung. Daher wird es wohl auch eine weitere Veranstaltung geben, die sich mit der Medienerziehung beschäftigt, erläuterte Folster.

Antworten auf die Fragen der Eltern gab Joszi Sorokowski, eines der Gründungsmitglieder des 2013 ins Leben gerufenen Netzwerks Medienkompetenz des Kreises. Der Bildungsreferent für digitale Medien und Kommunikation ist regelmäßig Gast bei Elternabenden, Lehrerfortbildungen und Informationsveranstaltungen. „Mit dem Smartphone beginnt ein neues Kapitel im Leben eines Kindes“, sagte Sorokowski. Der regelmäßigen Nutzung des Internets folge zwangsläufig die datenmäßige Erfassung. Wie man sich im Netz präsentiere, sei entscheidend für den weiteren Lebensweg. Inzwischen würden nahezu alle Arbeitgeber ihre Bewerber googeln.

Der Bildungsreferent betonte, dass der entscheidende Einfluss für das künftige Medienverhalten in den eigenen vier Wänden ausgeübt werde. „Eltern stellen die ersten Weichen für ihre Kinder“, so Sorokowski. Sie müssten ihren Nachwuchs begleiten, klare Regeln aufstellen, auf deren Einhaltung achten und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die gemeinsame Nutzung der digitalen Medien könne sogar für spannende Familienerlebnisse sorgen. Auffällig sei allerdings, dass in Whats-App-Zeiten die direkte Kommunikation oder gar Konfrontation für viele problematisch sei.

Sorokowski gab auch praktische Tipps, die schnell umgesetzt werden können. So soll etwa das erste Handy für Grundschüler nicht unbedingt gleich einen Internet-Zugang haben. Zudem empfahl er, eine Jugendschutzsoftware zu installieren und verwies auf den Elternratgeber „Schau hin“ , der laut Sorokowski wichtige Tipps für die Medienerziehung bietet. Der digitale Wandel ist nach seiner Auffassung die größte Umwälzung seit der industriellen Revolution und der technologische Fortschritt unumkehrbar. Medienkompetenz sei deshalb inzwischen genauso wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen.

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erstellt am 30.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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