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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 05:18 Uhr

„Mir ist der Teamgedanke wichtig“ : Das ist die neue Schulleiterin der Bilsbek-Schule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die neue Schulleiterin Susanne Thomsen-Steinberg kennt sich an ihrem Arbeitsplatz schon gut aus.

Kummerfeld/Prisdorf | „Es gibt nichts Schöneres, als mit kleinen Kindern zu arbeiten und deren Entwicklung zu verfolgen“, sagt Susanne Thomsen-Steinberg, Leiterin der Bilsbek-Schule in Kummerfeld. Dort arbeitet Thomsen-Steinberg bereits seit der Eröffnung der Schule im Sommer 2013. Die Verantwortung für die Einrichtung trug sie bereits im vergangenen Schuljahr. Im neuen Schuljahr ist die 56-Jährige nun auch offiziell Chefin der gemeinsamen Grundschule der Gemeinden Prisdorf und Kummerfeld. Ihre Amtseinführung erfolgt heute ab 14 Uhr im Musikraum der Bilsbek-Schule.

Mit Thomsen-Steinberg hat die Bilsbek-Schule in Zukunft eine Leiterin, die in beiden Kommunen fest verwurzelt ist. Prisdorf ist schon seit langem der Wohnort ihrer Familie. Thomsen-Steinbergs Arbeitsplatz war von 2001 bis 2013 die Grundschule in Kummerfeld. Dort sammelte sie auch Führungserfahrung und war von 2010 bis 2013 kommissarische Leiterin.

Eine spannende Zeit, „da natürlich auch wir Lehrer in die Planungen für den Bau der Bilsbek-Schule eingebunden waren“, berichtet sie. Damit verbunden waren etliche abendliche Sitzungen und ein anstrengender Umzug. Stress, den Thomsen-Steinberg gerne in Kauf nahm. Schließlich bekamen sie und die anderen Lehrer der Grundschulen Prisdorf und Kummerfeld die Möglichkeit, die neuen Unterrichtsräume mit zu gestalten. Mit dem Ergebnis ist die Leiterin zufrieden. „Auf diese Schule können Prisdorf und Kummerfeld stolz sein.“ Nicht nur auf das Gebäude, sondern auch auf das Personal. „Wir haben ein fantastisches Kollegium“, lobt sie.

Thomsen-Steinberg setzt deshalb auf Kooperation. „Mir ist der Teamgedanke sehr wichtig“, erklärt die Leiterin. Ihre jetzige Position verdankt sie auch dem Zufall. Die 56-Jährige kümmerte sich Anfang des Jahrtausends vor allem um ihre drei Töchter und ihren Sohn. Dadurch lernte sie auch Manfred Hansen, Leiter der damaligen Grundschule Prisdorf, kennen. Der empfahl sie, als die Schule in Kummerfeld händeringend eine Lehrerin suchte. Ursprünglich nur für sechs Stunden in der Woche. Daraus wurde ganz schnell mehr.

Studium der Mathematik und Erdkunde

Thomsen-Steinbergs Kinder sind inzwischen längst erwachsen. Dafür sind seit zwei Monaten zwei Enkelkinder da. „Meine Tochter hat genau wie ich Zwillinge zur Welt gebracht“, berichtet die Schulleiterin. Thomsen-Steinberg hat Mathematik und Erdkunde studiert. „In der Grundschule sind wir aber für alle Fächer zuständig.“ Thomsen-Steinberg unterrichtet 14 Stunden pro Woche. Die übrigen Stunden ist sie mit administrativen Aufgaben beschäftigt und kümmert sich um die Leitung der Bilsbek-Schule. Eine Mischung, die ihr gefällt. „Ich finde es toll, Kinder zu unterrichten, mag es aber ebenso, etwas zu gestalten.“ Eine Kombination, die ihr der Job als Chefin der Bilsbek-Schule bietet. Entspannung findet die Leiterin gerne beim Lesen auf der Terrasse. „Ich mag vor allem historische Romane.“ Auch Spaziergänge mit dem Hund sind eine angenehme Abwechslung.

Die Ruhephasen sind wichtig, weil die Anforderungen immer höher werden. Mehr Dokumentation, Inklusion, der Ausbau der Offenen Ganztagsschule – das Kollegium muss mit immer größeren Belastungen kämpfen. „Wir haben mittags Unterrichtsschluss, aber nicht frei“, erklärt sie. Thomsen-Steinberg ärgern deshalb die Vorurteile, die manche gegen Lehrer hegen. Viel Urlaub, früher Feierabend – ein Klischee, das laut der Schulleiterin nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.

Für sie ist die Arbeit mehr Berufung als Beruf. Es reicht ihr nicht aus, nur den Lehrplan in den Mittelpunkt zu stellen. Höflichkeit, Respekt, Teamgeist – die Lehrer an der Bilsbek-Schule wollen Werte vorleben und vermitteln.

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erstellt am 06.Sep.2016 | 17:00 Uhr

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