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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 04:53 Uhr

Nepal-Hilfe mit Hindernissen : Das Glücksgriff-Team präsentiert Ergebnisse der umfangreichen Hilfsaktion

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Informationsabend im Juks: Das Glücksgriff-Team präsentiert Ergebnisse der umfangreichen Hilfsaktion in Schenefeld.

Schenefeld | Die Hilfsbereitschaft der Schenefelder war riesig, als das Glücksgriff-Team dazu aufrief, den Betroffenen der Erdbeben-Katastrophe in Nepal zu helfen. Nun bringt Chefin Ingrid Pöhland mit den weiteren ehrenamtlich engagierten Helfern das Projekt zum Abschluss und veranstaltet am Sonntag, 21. September, einen Infoabend mit Bilderreise, um über das Erlebte zu berichten. Um 19 Uhr geht’s los im Juks im Osterbrooksweg 25 in Schenefeld.

Glücksgriff ist seit 2009 ein eingetragener, gemeinnütziger  Verein. Unter anderem engagieren sich Glücksgriff-Chefin Ingrid Pöhland und ihr Team in der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe sowie der Völkerverständigung. Der Verein übernimmt die Kosten zur Durchführung von Veranstaltungen und Kursen vor Ort. Die Arbeit soll allen Kindern und Jugendlichen in Schenefeld zu Gute kommen. Zur Beschaffung von Mitteln betreiben Pöhland und ihre Mitarbeiter, die sich alle ehrenamtlich engagieren – also keine Bezahlung bekommen–, ein Geschäft und ein Verkaufslager mit Second-Hand-Artikeln wie zum Beispiel Kleidung, Hausratsgegenständen, Schmuck, Tisch- und Bettwäsche, Spielen und Elektro-Artikeln. Der Glücksgriff hat zwei Standorte. Der Laden ist in der Lornsenstraße 86 zu finden.

Die Helfer hatten ganz schön mit den Behörden zu kämpfen. Ihre Geduld wurde mehr als einmal auf die Probe gestellt. Der mit Hilfsgütern aus Schenefeld beladene Container steckte monatelang an der Grenze zwischen Indien und Nepal fest. „Das war wirklich eine schwierige Situation“, sagt Pöhland. Der Transport allein kostete das Team 3800 Euro. Aber es nützte alles nichts: An der Grenze war Schluss.

Am Ende spendeten Pöhland und ihr Team den Inhalt an eine indische Hilfsorganisation – zumindest das, was noch zu gebrauchen war. Die Lagergebühren an eine Reederei schlugen trotzdem mit 6800 Euro zu Buche. In mühsamer Arbeit waren Kleidung, Schuhe und viele weitere Hilfsgüter in Schenefeld gesammelt, verpackt und verschickt worden.

Trotz der Probleme an der Grenze wollte das Glücksgriff-Team den Menschen in Nepal weiterhin helfen und flog mehrmals hin. Einmal wurden Salz und Reis für 200 Schulkinder in einem Bergdorf gekauft. Dafür gaben die Glücksgriff-Mitarbeiter Spenden in Höhe von 4500 Euro aus. Zuletzt suchten Pöhland und ihr Team sich vor Ort eine Organisation aus, die eine Schule 50 Kilometer von Kathmandu aufbauen will, und kauften Baumaterial für das Projekt. Das Glücksgriff-Team hatte aus eigenen Mitteln dafür 10.000 Euro bereit gestellt. Dazu kamen Flugkosten, die auch der Glücksgriff selbst getragen hat. Die bisher eingegangenen Spenden aus der Bevölkerung liegen laut Pöhland bei insgesamt 13.500 Euro. Die Gesamtsumme, die für das Hilfsprojekt in Nepal ausgegeben wurde, summiert sich damit auf bei 35.100 Euro.

Auch wenn die Hilfe schwierig und mit sehr viel Arbeit verbunden war, habe sie auch Spaß gemacht, ist sich das Team einig. Pöhland bedankt sich für die „außergewöhnliche Hilfsbereitschaft“ der Schenefelder und hat auch deshalb den Informationsabend für sie organisiert. Unterstützung wird in Nepal weiterhin dringend gebraucht: Durch mehrere Erdbeben im vergangenen Jahr wurden Wohnhäuser und Schulen zerstört. Die Erdbeben waren die schwersten in der Geschichte Nepals. Laut der Regierung starben etwa 8800 Menschen an den Folgen, 22.300 wurden verletzt.

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erstellt am 30.Aug.2016 | 13:00 Uhr

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