zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 17:03 Uhr

CDU sichert Senioren eine Top-Fläche

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

DebatteAusschuss macht Weg frei für B-Plan

Die Rellinger CDU ist der Umsetzung ihrer Idee von seniorengerechten Wohnungen im Ortskern einen entscheidenden Schritt nähergekommen. Mit den Stimmen der Grünen, aber gegen die der Sozialdemokraten erteilte der Bauausschuss der Verwaltung den Auftrag, die Chancen für die Aufstellung eines Bebauungsplans auszuloten. Der Entscheidung war eine heftige Auseinandersetzung vorangegangen, in deren Verlauf Peter Geercken (SPD) der Union „dreisten Ideenklau“ vorwarf. Es sei seine Partei gewesen, die bereits 2010 und gemeinsam mit den Grünen multifunktionales Wohnen im Ortskern ins Gespräch gebracht habe.

Im Mittelpunkt des Streits steht eine 1,9 Hektar große Fläche am Lohkamp, direkt im Zentrum Rellingens. In der Tat ein Sahnestück, das sich wegen seiner Lage wie kaum ein anderes Grundstück in der Gemeinde für den Bau von Seniorenwohnungen anbiete, so Bauausschussvorsitzender Eckhard Schlesselmann (CDU). Das Grundstück, das bislang in Privatbesitz war, hat sich inzwischen das Wohnungsunternehmen Semmelhaack gesichert und möchte dort im Einklang mit den Vorstellungen der Christdemokraten 100 Wohneinheiten „in aufgelockerter Bebauung mit durchgrünten Freianlagen“ erstellen. So jedenfalls steht es in einem CDU-Antrag zur Aufstellung eines Bebauungsplans. Dem von den Sozialdemokraten bevorzugten Plan von sozialem Wohnungsbau auf der Fläche erteilte Eckhard Schlesselmann eine klare Absage. Die Quadratmeterpreise seien in der Lage zu hoch für eine öffentliche Förderung, sagte er und forderte damit die SPD-Fraktion erneut heraus. „Was für eine Arroganz“, sagte Peter Geercken und warf dem Ausschussvorsitzenden vor, die CDU betreibe eine Klientelpolitik, die mit christlicher Nächstenliebe nichts zu tun habe. „Am Ende steht ein Ghetto für Betuchte nach amerikanischer Art“, so der stellvertretende Bürgervorsteher Geercken.

Dabei sind sich die Fraktionen im Grundsatz einig darüber, auf der Fläche am Lohkamp eine Wohnungsbebauung zuzulassen. Geercken betonte allerdings erneut, seine Fraktion wünsche sich auch bezahlbaren Wohnraum für Familien, um einer Überalterung der Gemeinde entgegen zu wirken. Für Schlesselmann keine Option. Im Gespräch mit dieser Zeitung stellte er klar, dass ein Wachstum, wie es die Nachbargemeinden vormachten, für seine Partei keine Alternative sei. „Wir heben uns bei dem Thema im positiven Sinne von den umliegenden Gemeinden ab.“ Rellingen werde künftig wachsen, aber in Maßen und ohne das Ortsbild zu verändern.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Nov.2016 | 16:06 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen