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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

Erinnerungen an Lisa aus Pisa : Caro Josée fasziniert in Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Jazz im Foyer: Sängerin Caro Josée fasziniert mit einem abwechslungsreichen Konzert im Pinneberger Rathaus.

Pinneberg | Bereits im Alter von 20 Jahren erhielt sie den Deutschen Schallplattenpreis als Pop-Nachwuchskünstlerin des Jahres. 35    Jahre später war es der Echo Jazz 2013 als beste Sängerin national. Dazwischen lag ein langer musikalischer Weg mit zahllosen Auftritten in Clubs wie dem legendären Hamburger „Onkel Pö“, später auf Festivals und großen Bühnen. Auch beim Pinneberger SummerJazz ist Caro Josée mehrfach aufgetreten, vor der Jahrtausendwende mit Boogie-Woogie-Pianist Gottfried Böttger und in diesem Jahr bei einem Konzert auf der Rathausbühne. Grund genug, die Jazzsängerin gleich wieder einzuladen, dachte sich SummerJazz-Chef Günter Kleinschmidt.

Für musikalische Events außerhalb des Traditionsfestivals ist die Veranstaltungsreihe „Jazz im Foyer“ erfunden worden. Im Vorraum des Ratssaals blieben beim Auftritt der Sängerin nur wenige Stühle unbesetzt. Mitgebracht hatte Josée drei Instrumentalisten, mit denen sie seit einem Jahr zusammen spielt und seitdem zu Konzerten im In- und Ausland unterwegs ist: Steffan Diedrichsen (Keyboards), Patrick Pagel (Gitarre) und Tammo Bergmann (Schlagzeug). Im März nahm das Quartett das Album „Summer’s Ease“ auf, ein Werk mit großer musikalischer Bandbreite. Die Kompositionen und Arrangements stammen aus der Feder der Sängerin und des Gitarristen.

Von Anfang an glänzend aufgelegt servierte die Combo den Zuhörern einen ebenso spritzigen wie geschmackvollen Cocktail aus Swing und Gipsy, verfeinert mit modernen und melancholischen Phrasierungen, mitunter balladesk, irgendwie zeitlos, aber keinesfalls kategorisch und dadurch vielleicht langweilig. Dabei färbte die 58-Jährige ihre Stimme mal mit Blues, mal mit weichen Tönen, reduziert, samtig und zurückhaltend, um dann wieder mit viel Druck der Soglinie der Musik zu folgen. Zwischendurch erzählte sie kleine Geschichten, etwa über Lisa aus Pisa, eine Italienerin, die sie während eines Familienurlaubs in Ligurien kennenlernte und zu einem Lied inspirierte. Auch ihr Rezept für die französische Fischsuppenspezialität Bouillabaisse wurde zum Text für eine flotte Komposition. Das Instrumentalisten-Trio erwies sich als exzellente Begleitband, die nicht nur das Soundgefüge zusammenhielt, sondern auch solistisch Akzente setzte.

SummerJazz-Chef Günter Kleinschmidt begrüßte die Gäste.
SummerJazz-Chef Günter Kleinschmidt begrüßte die Gäste. Foto: Krohn
 

Mit „Jazz im Foyer“ geht es am Freitag, 18. November, weiter: Ab 20 Uhr wird die „Farmers Road Blues Band“ aus Elmshorn auf der Rathausbühne stehen. Extra für das Konzert hat die Combo eine Bläsersektion engagiert. Zum Jahresabschluss kommt Blues-Veteran Abi Wallenstein mit Matthias Schlechter (Piano) und Martin Röttgen (Cajón) am Mittwoch, 28. Dezember, ins Rathaus. Mehr Informationen gibt es online.

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erstellt am 01.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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