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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 01:32 Uhr

Pinneberg : Bus 594 steht in den Startlöchern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ab dem 12. Dezember wird auch das Gewerbegebiet an der Flensburger Straße angesteuert.

Pinneberg | Expert Bening hat den Standort aufgegeben, das Aus fürs Straßenverkehrsamt wurde vor kurzem verkündet – bislang gibt es über das Gewerbegebiet an der Flensburger Straße wenig Erfreuliches zu berichten. Doch der Patient ist noch nicht tot. Jetzt soll es für das Areal, wo unter anderem auch Famila und Aldi angesiedelt sind, sozusagen eine Frischzellenkur geben: Der Kurzläufer der Buslinie 594 (von Quickborn zum Bahnhof Pinneberg) nimmt zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember Kurs ins Gewerbegebiet. Das hatte die Politik bereits beschlossen.

„Da der 11. Dezember ein Sonntag ist, wird der Bus erst am Montag fahren“, informierte gestern Lars Anders vom SVG Südwestholstein. Die lange Verbindung bleibt so wie bisher. Die neue Fahrstrecke führt durch die Bismarckstraße, die Friedenstraße, Haidkamp, die Flensburger Straße und dann wieder auf die Quickborner Straße (L76). Die Haltestellen „Schillerstraße“, „Flagentwiete“ und „Beim Ratsberg“ an der Elmshorner Straße werden von dem „Kurzläufer“ nicht mehr angefahren. „Zirka 16 Fahrten in jede Richtung sind geplant“, so Anders. Es soll ein Stunden-, in den Hauptverkehrszeiten montags bis freitags sogar ein Halbstundentakt angeboten werden, von kleineren umlaufbedingten Abweichungen einmal abgesehen. Die Verantwortlichen versprechen sich viel von der Maßnahme. Hauke Witt, der Famila vertritt, erhofft sich eine Belebung durch die neue Buslinienanbindung.

„Geschäftlich hat es sich wieder stabilisiert“, sagte Familaleiter Hans-Dieter Giesbrecht auf Anfrage. Wenn es auf der A  23 Dauerbaustellen gebe, würde man das sofort in dem Gewerbegebiet merken. Dann würden weniger Kunden das Gebiet ansteuern. „Die Flensburger Straße ist ein wichtiger Teil der Wirtschaftskraft von Pinneberg“, sagte Kerstin Schulenburg. Sie ist Eigentümerin des Bening-Grundstücks und gehört zur Initiativgruppe Flensburger Straße. Vom Rathaus zum Gewerbegebiet sei es nur ein Kilometer Luftlinie.

Famila erhofft sich eine Belebung des Gewerbegebiets.
Famila erhofft sich eine Belebung des Gewerbegebiets. Foto: PT
 

„Wir entsprechen mit der Busverlegung den Wünschen der örtlichen Wirtschaft im Gewerbegebiet Flensburger Straße“, sagte Wirtschaftsförderer Stefan Krappa. Die Anbindung des Gebietes an den ÖPNV sei überfällig und trage zur Zukunftssicherung bei. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Dann soll überprüft werden, ob es zu einer Belebung des Gewerbegebiets geführt hat. Die Kosten für die Verlegung der Linie betragen pro Jahr 20.000 Euro – die Stadt und mehrere Investoren aus dem Gebiet bezahlen jeweils die Hälfte.

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erstellt am 02.Dez.2016 | 12:15 Uhr

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