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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 19:41 Uhr

Dialog in Appen : Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms in der Unteroffiziersschule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Frauen in der Bundeswehr. „Da können wir noch dran arbeiten“, sagte Valerie Wilms bei ihrem Besuch.

Kreis Pinneberg | Die Grüne Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms hat im Gespräch mit Oberst Markus Kurczyk, dem Kommandeur der Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Appen, gestern ihre Haltung und die ihrer Partei zur Bundeswehr direkt zu Beginn klargestellt: „Wir Grüne haben keine Berührungsängste. Wir haben eine Parlamentsarmee und wollen auch, dass es so bleibt“, sagte Wilms bei ihrem Besuch mit Kreissprecherin Gertrud Borgmeyer und Kreisbeisitzer Jens Ewald. „Es ist beeindruckend, wie junge Menschen, die schon eine Berufsausbildung haben, zeigen, welche Führungsqualitäten sie haben“, sagte Wilms nach dem Besuch der Unterrichtsmitschauanlagen (Umsa), in der junge Soldaten ihre Präsentationstechniken schulen.

Ein Thema brannte unter den Nägeln: Frauen in der Bundeswehr. „Da können wir noch dran arbeiten“, sagte Wilms. Kurczyk stimmte zu: „Wir brauchen Frauen. Ich behaupte, dass ich jeder Frau, die sich auf dem Arbeitsmarkt umschaut, ein konkurrenzfähiges Angebot machen kann – Studium oder Ausbildung und das nicht nur in technischen Berufen.“ Derzeit seien etwa zehn Prozent der 300 Stellen in Appen von Frauen besetzt. „Ich bin froh, dass ich zwei Inspektionscheffinen habe. Wir brauchen auch mehr Frauen in den Führungsebenen“, sagte Kurczyk. „Männer benehmen sich spätestens, wenn Frauen im Raum sind.“ Mit einem Eltern-Kind-Raum und Zugang zur Kantine für Kinder seien wichtige Schritte getan worden. Oftmals hänge der Bundeswehr noch das Image der 1970er und 1980er Jahre nach. Kurczyk stellte klar: „Die Bundeswehr hat sich in den vergangenen 30 Jahren verändert. Wir müssen an dieser Schule Vorreiter sein. Wir bilden die Zukunft aus.“

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erstellt am 03.Mai.2016 | 14:00 Uhr

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