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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 19:19 Uhr

Mit interaktiver Grafik : Bürgermeisterwahl Halstenbek: Kantersieg für Claudius von Rüden

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

SPD-Kandidat siegt mit 73,7 Prozent der Stimmen. Dialog mit Vereinen und Bürgern soll fortgeführt werden.

Halstenbek | „Jetzt haben wir eine Tendenz. Das ist ein Wahlkreis, in dem wir regelmäßig dritte Kraft hinter der CDU und den Grünen waren“, sagte Nicolai Overbeck, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Halstenbek, als gestern die ersten Wahlergebnisse in der Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek veröffentlicht wurden. SPD-Kandidat Claudius von Rüden hatte 73,3 Prozent der Stimmen erhalten, CDU-Kandidatin Kirsten Sajitz kam auf 23,7 Prozent und der parteilose Kandidat Hein Fischer erhielt drei Prozent der gültigen Stimmen. So ging es weiter. Einzig im Wahlbezirk „Grundschule Bickbargen“ blieb von Rüden mit 68,2 Prozent der Stimmen unter der 70-Prozent-Marke. Sajitz holte dort mit 29,9 Prozent ihr bestes Ergebnis.

„Es sollte halt nicht sein“, kommentierte Sajitz das Endergebnis. 24,4 Prozent der Halstenbeker hatten für sie votiert, 73,7 Prozent für von Rüden und 1,9 Prozent für Fischer, der bereits nach Bekanntgabe der Ergebnisse des ersten Wahllokals aus dem Saal schlich. Sein Ergebnis kommentierte er nicht. Anders Sajitz: „Ich habe etwas anderes erwartet, ein knapperes Ergebnis. Aber der Wähler hat entschieden.“ Direkt nach dem persönlichen Wahldebakel versuchte sie sich in einer kurzen Analyse: „Wir haben einen fairen Wahlkampf geführt. Ich glaube, das Ergebnis liegt vielleicht zum Teil an der Wahrnehmung der CDU auf Bundesebene. Die ist ja derzeit nicht die beste.“ Persönliche Konsequenzen werde sie aufgrund des Ergebnisses nicht ziehen. „Es bleibt alles beim Alten, bis auf die Tatsache, dass wir einen neuen Bürgermeister haben.“

„Die Menschen haben registriert, dass ich Einsatz gezeigt und mich mit ihren Themen auseinandergesetzt habe“, analysierte von Rüden seinen Wahlerfolg. Er habe mit Argumenten, Sachkenntnis und Kompetenz gepunktet. „Nicht nur mit meinem Lächeln auf Plakaten“, sagte er und ergänzte: „Ein Bürgermeister ist kein Politiker, sondern Leiter der Verwaltung. Da muss man etwas mitbringen.“ Den aufgebauten Dialog mit Vereinen und Bürgern wolle er bis zu seinem Amtsantritt ebenso pflegen wie den Kontakt zur amtierenden Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann. „Ich suche die Gespräche. Ich will mir Detailkenntnisse erarbeiten, damit ich einen guten Start habe und mich nicht erst noch einarbeiten muss.“

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erstellt am 12.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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