zur Navigation springen

Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 11:17 Uhr

Schwerpunktfach Sport : Bönningstedts sportliche Schüler

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mädchen und Jungen der Gemeinschaftsschule in Hamburg am Start. Etwa 100 Jugendliche wählen Sport als Schwerpunktfach.

Bönningstedt | Insgesamt 2286 Schüler der Jahrgänge 1999 bis 2005 hatten sich angemeldet, um am vergangenen Sonnabend in Hamburg die Distanz von 4,2 Kilometern zu laufen. 59 von ihnen besuchen die Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen – und alle erreichten das Ziel.

„Das ist eine tolle Leistung, ich bin sehr stolz auf meine Schüler“, sagte Doris Blohm, Sportlehrerin und Organisatorin des etwas anderen Schulausflugs. Von 147 angemeldeten Teams aus verschiedenen Schulen hätten die Bönningstedter den 27. Platz erreicht. „Bester Läufer war Marcel Unterlauf mit 17.03 Minuten, Kristina Jahnke schaffte die Strecke als beste Läuferin in 19.31 Minuten“, berichtete die Pädagogin.

„Wenn man bedenkt, dass viele Konkurrenten schon in die Oberstufe gehen und teilweise ganz andere Trainingsmöglichkeiten haben, ist das schon bemerkenswert“, sagte Blohm. Sie ist sich sicher, dass beide großes Potenzial haben, auch in den nächsten Läufen weit vorn zu landen. „Ich freue mich jetzt schon aufs kommende Jahr, denn wir werden auf jeden Fall wieder am Start sein“, kündigte die Lehrerin an.

Beide Team-Sieger besuchten erst die siebte Klasse – und beide haben beim Wahlpflichtfach Sport als Schwerpunkt gesetzt, statt den Fokus auf Gesellschafts-, Naturwissenschaften oder Sprachen zu legen. Für diese Schüler kommen zu den üblichen zwei Stunden Sport vier weitere pro Woche hinzu. „Dafür haben wir einen Lehrplan ausgearbeitet, der auch regelmäßigen Theorieunterricht vorsieht“, erklärte Johanna Pöpperl, die seit zwei Jahren Sport als Schwerpunktfach unterrichtet.

Die Inhalte sind fächerübergreifend und vertiefen beispielsweise Geschichte und Biologie: „Die Geschichte des olympischen Gedankens gehört ebenso dazu wie der Halteapparat des Körpers mit Muskeln und Knochen, Ernährungs- oder Trainingslehre“, beschrieb Pöpperl. Über regelmäßige Tests und Klassenarbeiten würden diese Leistungen ebenso in die Zensur einfließen wie die Ergebnisse aus den Mannschafts- und Einzelsportarten.

Zurzeit haben etwa 25 Schüler pro Jahrgang dieses Profil gewählt, insgesamt sind an der Schule 100 Jugendliche in besonderem Maße sportlich aktiv. „Einige der Schüler verschaffen sich damit auch das Grundwissen für den späteren Beruf“, berichtete Pöpperl. Denn in zahlreichen Berufsfeldern – vom Diätcoach über den Fitnesskaufmann bis zur Krankenschwester – sei dieses Wissen vonnöten. „Nicht zuletzt ist das auch für jeden Schüler ein persönlicher Gewinn – wer über Ernährung und Bewegung Bescheid weiß, läuft zum Beispiel weniger Gefahr, übergewichtig zu werden“, ist Pöpperl überzeugt.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 19.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen