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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 01:35 Uhr

Casting-Show : Bönningstedter singt bei Voice of Germany

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Dehua Hu steht zum ersten Mal auf der Bühne.

Bönningstedt | Gesungen hat er schon immer, auf der Bühne allerdings noch nie. Auch eine Musikschule hat er nie besucht. Dass der 27-jährige Dehua Hu dann gleich vor so viel Publikum sein Talent beweisen will, zeugt von Mut – und entspricht seinem Lebensmotto: „Die Welt sehen, sich Gefahren stellen, hinter die Mauer blicken, sich finden – das ist der Sinn des Lebens“, ist er überzeugt.

Morgen Abend wird er in der Show „The Voice of Germany“ (20.15 Uhr, Pro7) mit dem Titel „Talking to the Moon“ von Bruno Mars zu sehen sein. „Der Mond ist immer eine Metapher für Einsamkeit und Traurigkeit“, erklärt Hu seine Auswahl.

Das Lied entspreche seinem Lebensgefühl, nachdem er vor vier Jahren aus China nach Deutschland gekommen sei. „Du kennst niemanden und keiner versteht dich“, so seine damalige Gemütslage. Damals sei er der Liebe wegen nach Deutschland gekommen. „Ich habe in China eine deutsche Frau kennengelernt“, berichtet der ehemalige Design-Student. Seine Freundin habe ihn dann gefragt, ob er nicht nach Deutschland kommen wolle. „Zwei Wochen später war ich hier – ich bin eben ein spontaner Typ“, sagt Hu und lacht herzlich. Die Liebe zerbrach, doch Hu beschloss, in Bönningstedt zu bleiben.

Inzwischen ist sein Deutsch so gut, dass er unter anderem als Fitnesstrainer arbeitet. „Zur Zeit bin ich im Büro tätig. Das ist nicht so spannend, ich brauche einfach Action“, sagt er. Da wundert es wenig, dass Crossfit und Kickboxing zu seinen Hobbies zählen. „Singen ist aber ein Hobby, das ich mit viel Leidenschaft betreibe“, betont der 27-Jährige. Schon als Kind habe er gern und so gut wie jeden Tag gesungen. Als musikalisches Vorbild gibt er Jazz-Ikone Billie Holiday an. „Ich habe sie an meinem ersten Geburtstag, den ich in Deutschland gefeiert habe, entdeckt“, erläutert er. In einem großen Berliner Elektro-Markt habe er beim Einkaufen ihre Stimme zum ersten Mal gehört – und war stundenlang im Laden geblieben. „Sie hat mich einfach glücklich gemacht“, sagt Hu.

Wenn er morgen Abend schafft, einen oder sogar mehrere der Coaches von sich zu überzeugen, kann Hu sich aussuchen, ob er im Team von Michi Beck und Smudo, Yvonne Catterfeld, Andreas Bourani oder Samu Haber sein möchte und wird in wenigen Wochen bei den Battles dabei sein.

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erstellt am 26.Okt.2016 | 16:01 Uhr

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