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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 08:08 Uhr

geldverschwendung? : Bönningstedter Bürger kritisiert den Brückenbau

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Behelfsbrücke wurde an der Kreisstraße gebaut statt den vorhandenen Übergang im Garstedter Weg zu sanieren.

Bönningstedt | „Warum wird in der Norderstedter Straße Geld für eine Behelfsbrücke ausgegeben statt durch den Garstedter Weg umzuleiten und die Brücke dort endlich zu reparieren?“, lautete kürzlich die Frage eines Bürgers im Bauausschuss. Er verstehe nicht, warum an dieser Stelle nicht zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen wurden, er sehe darin einen Schildbürgerstreich und die Verschwendung von Steuergeld.

Während in der Norderstedter Straße (K5) Tragfähigkeitsmängel an der vorhandenen Brücke vorliegen und das Bauwerk komplett erneuert werden muss – die Kosten trägt der Kreis Pinneberg, wartet die Brücke im Garstedter Weg seit mehr als zwei Jahren darauf, neu gebaut zu werden: die Gemeinde hat dafür kein Geld.

In der Tat liegen die Brücken über die Mühlenau nur wenige Meter auseinander – und die Kosten sind nicht weit voneinander entfernt: „Die geschätzten Baukosten in der Norderstedter Straße betragen 136.000 Euro brutto inklusive des kompletten Rückbaus der Behelfsbrücke“, erklärte Kreissprecher Oliver Carstens auf Nachfrage unserer Zeitung. Allerdings seien Voruntersuchungen und Ingenieursarbeiten nicht in diesem Preis inbegriffen. Der Neubau im Garstedter Weg wurde zuletzt mit etwa 150.000 Euro beziffert. „Die Umleitung kann nicht über diese Gemeindestraße erfolgen, da diese gewichtsbeschränkt auf 3,5 Tonnen ist“, erklärte Carstens weiter. Südlich der Norderstedter Straße wohnten zudem einige Menschen, zudem gebe es dort ein Altersheim. „Rettungsfahrzeugen, Müllabfuhr und dem landwirtschaftlichen Verkehr muss der Zugang gewährleistet sein und das ist bei einer Straße mit dieser Gewichtsbeschränkung nicht der Fall“, führte der Kreissprecher weiter aus.

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erstellt am 27.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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