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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 13:03 Uhr

Asbest : BfB in Schenefeld will die Schule prüfen lassen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Bauamtschef weist Kritik zurück. Es gibt Forderungen das gesamte Gebäude prüfen zu lassen.

Schenefeld | Die BfB übt Kritik am Bauamt der Stadt Schenefeld. Aus ihrer Sicht ist die Gemeinschaftsschule in einem „katastrophalen Zustand“, die Baubehörde sei nicht engagiert genug bei der Beseitigung von Schäden und handle „unkoordiniert“. Dieser Meinung sind sowohl Manfred Pfitzner, Fraktionsvorsitzender, als auch sein Stellvertreter Dennis Witte.

„Ich würde mich weigern, meine Kinder dorthin zu schicken“, sagt Witte. Nachdem nun in einem der Klassenräume in der Gemeinschaftsschule Asbest im Teppichkleber festgestellt wurde, will die Wählergemeinschaft über ein interfraktionelles Gespräch auf die Stadt einwirken und die Politik dazu bringen, das gesamte Gebäude auf Asbest und andere Schadstoffe untersuchen zu lassen. Einige der Räume seien zudem „menschenunwürdig“, so Pfitzner. Die Decke hänge runter, die Luft sei feucht. Zudem klagten Schüler und Lehrer über Kopfschmerzen. Es gehe ihnen nicht um „Panikmache“. Vielmehr hätten sie eine Sorgfaltspflicht gegenüber den Jugendlichen, die dort unterrichtet werden, und eine Verantwortung für die Lehrer. Die Fraktion habe sich die Räume kürzlich angesehen. Sie sei zu dem Entschluss gekommen, dass eine Gesamtuntersuchung des Gebäudes sinnvoll sei.

Die BfB hatte sich mehrfach für einen Neubau des Schulzentrums ausgesprochen. Die Politik entschied sich mehrheitlich für eine Sanierung. Sowohl Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) als auch Bauamtschef Andreas Bothing wollen beim bisherigen Verfahren im Umgang mit dem Asbest bleiben. Bothing erläuterte, dass man weiter „anlassbezogen“ reagieren werde. Das bedeutet: Sollen Räume saniert werden, würden im Vorfeld Proben genommen, um dann zu handeln. Eine Gesamtuntersuchung mache derzeit wenig Sinn. Es bestehe noch kein „Fahrplan“, was die gesamte Sanierung des Schulzentrums betreffe. Mehrere Architekturbüros seien dabei, Konzepte zu entwickeln. Es würden sowohl im Gymnasium als auch in der Gemeinschaftsschule nur die Räume saniert, die voraussichtlich Klassenräume bleiben. Aber sowohl der Standort einer Mensa als auch die Raumaufteilung für die Zukunft sei derzeit noch völlig unklar. Bothing betonte zudem, dass von dem Asbest keine Gefahr ausgehe, solange dieser sich im Kleber befindet und nicht in die Luft gelangt. Die Sanierung erfolge sukzessiv unter hohen Sicherheitsvorkehrungen. „Da keine Gefahr von dem Asbest ausgeht, werden wir jetzt nicht den ganzen Teppich in der Schule rausreißen und alles sanieren.“

Der Klassenraum in der Gemeinschaftsschule soll im Herbst aufgemöbelt, der Asbest beseitigt und der Boden erneuert werden. Die Schule habe an dem Plan festhalten wollen, in den Sommerferien andere Klassenräume zu sanieren, so Bothing. Die Verwaltung habe nur positive Rückmeldungen bekommen – sowohl von der Schule, als auch von Eltern und Lehrern – was die Transparenz im Umgang mit den Schadstofffunden angeht. Es verärgere ihn, wie die BfB agiere. „Ängste zu schüren, finde ich nicht besonders fair.“

Die Fraktionen seien per E-Mail über den Fund in der Gemeinschaftsschule informiert worden, so Küchenhof. Allerdings habe kein Interesse nach einer außerordentlichen Sitzung oder einem interfraktionellen Gespräch bestanden. Zu der Kritik, die Luft sei feucht und löse Kopfschmerzen aus, sagte Bothing, er sei darüber ebenfalls informiert. Die Stadt werde den Sachverhalt prüfen.

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erstellt am 02.Aug.2016 | 12:00 Uhr

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