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Pinneberger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 06:56 Uhr

Parken in Pinneberg : Bei Penny gibt’s jetzt Knöllchen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein privater Anbieter kontrolliert die Parkplätze an der Friedrich-Ebert-Straße.

Pinneberg | Ein Schild mit einem Abschleppwagen an Parkplätzen von Supermärkten, das kennen Autofahrer als Warnung. Neu ist in Pinneberg, dass die Kunden mit Parkscheibe parken müssen, wenn sie einkaufen gehen wollen. Ansonsten droht ein privat ausgestelltes Knöllchen in Höhe von 19,90 Euro. Die Regelung gilt seit kurzem auf dem Gelände des Penny-Markts in der Friedrich-Ebert-Straße. Und sie ist nicht zu übersehen. Gleich mehrere großformatige Tafeln auf dem Gelände weisen darauf hin. Wer nicht deutlich sichtbar eine Parkscheibe in sein Auto legt, der wird nicht nur am Supermarkt zur Kasse gebeten. Wer länger als 90 Minuten parkt, muss ebenfalls eine sogenannte Vetragsstrafe zahlen. Den Vertrag geht jeder ein, der sein Fahrzeug auf dem Gelände abstellt.

Nachdem schon McDonald’s in Pinneberg mit dieser Methode gegen Dauerparker vorgegangen ist, nutzt jetzt auch der Lebensmittel-Discounter die Taktik. Beauftragt mit der Kontrolle ist – anders als auf dem McDonald’s Parkplatz – der Anbieter „fair parken“. Die Gesellschaft mit Sitz in Düsseldorf übernimmt die Parkraumüberwachung. „Wenn Ihnen Fremdparker Zeit rauben, parken Sie dieses Problem doch einfach bei uns“, wirbt sie auf ihrer Webseite. Mehr als 200 Standorte werden im gesamten Bundesgebiet betreut. Das Leistungsspektrum richtet sich an Handelsgruppen, Einkaufs- und Fachmarktzentren, Kliniken sowie private Immobilieneigentümer. Eine Unternehmenssprecherin bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung: Die gesamten Einnahmen durch Strafgebühren gehen an „fair parken“. Damit finanziere sich das Unternehmen.

Und wie werden die Parkplätze nun kontrolliert? „Sie werden von unseren Mitarbeitern nach Bedarf abgefahren“, antwortet die Sprecherin. Besonders in der Anfangsphase sei man aber „sehr kulant“. Auch Kunden, die nur schnell etwas einkaufen und dabei die Parkscheibe vergessen, müssten laut ihrer Aussage nicht zahlen. „Sie können dann ihren Kassenzettel an uns mailen oder bei uns anrufen, dann stornieren wir die Vertragsstrafe“, erklärt die Sprecherin. Auch bei anderen Fragen sei das Unternehmen gern telefonisch erreichbar. Die Stadt Pinneberg ahndet Parken ohne Parkscheibe übrigens nach dem bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog. Das kostet für bis zu 30 Minuten zehn Euro. Wer auf öffentlichen Parkplätzen bis zu einer Stunde ohne Parkscheibe parkt, zahlt 15 Euro, bis zu zwei Stunden kosten 20 Euro, bis zu drei Stunden 25 und mehr als drei Stunden 30 Euro.

In Sachen Parken ändert sich in Pinneberg bald noch etwas: Das Stadtmarketing hat ein System erstellt, das Parkgebühren erstatten soll. 25 Geschäfte nehmen vorerst daran teil. Pro Einkauf in einem der teilnehmenden Geschäfte sollen laut City-Manager Dirk Matthiessen künftig 50 Cent erstattet werden. Schon nächste Woche will das Stadtmarketing mit der Umsetzung starten.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 14:00 Uhr

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