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Inklusion : Behindertenbeauftragter Axel Vogt arbeitet an Aktionsplan

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

„Die Menschen müssen selbstbestimmt leben können. Es gibt im Kreis Pinneberg gerade mal sechs Kurzzeitpflegeplätze. Das ist deutlich zu wenig.“

Elmshorn | Der Behindertenbeauftragte des Kreises Pinneberg, Axel Vogt, ist in der vergangenen Woche für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Die Mitglieder des Kreistags votierten geschlossen für Vogt. Das Amt des Behindertenbeauftragten wurde zudem dauerhaft eingerichtet. Außerdem beschloss der Kreistag bei Stimmenthaltung der CDU ein Rederecht für den Beauftragten.

Vogt bekleidet das Amt seit zwei Jahren. Er hat begonnen, mit Workshops einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu arbeiten. Dieser Aktionsplan wird einer seiner Schwerpunkte für die laufende Amtsperiode sein. Etwa 130 Teilnehmer aus Verwaltungen, Organisationen und Privatleute beteiligen sich daran.

Die Workshopgruppen haben sich zehn Sachthemen vorgenommen, darunter Gesundheit und Pflege, Wohnen sowie Schule und Beruf. Jede Workshopgruppe trifft sich mehrfach und diskutiert für ihr jeweiliges Sachthema Querschnittsfragen wie Nachfrage und Angebot, Mobilität und Informationszugang.

Vogt erwartet, dass einige Themen besonders intensiv behandelt werden: Wohnen, Gesundheit und Arbeit. „Für Menschen mit Behinderung ist es etwa schwer, Ärzte zu erreichen. Praxen haben zu enge Türen oder liegen nicht im Erdgeschoss“, sagt Vogt. Außerdem müssten Menschen mit mehreren Einschränkungen oft zu verschiedenen Fachärzten. Er wünscht sich deswegen mehr medizinische Versorgungszentren (MVZ), wie es sie in Pinneberg und Uetersen bereits gibt.

Vogt glaubt zudem, dass viele Unternehmen Vorbehalte haben, Schwerbehinderte einzustellen. „Das hat was mit Ressentiments zu tun. Dabei gibt es etliche staatliche Fördermöglichkeiten und technische Hilfsmittel“, sagt Vogt.

Auch beim Thema Wohnen gebe es noch viel zu tun. Vogt sagt: „Die Menschen müssen selbstbestimmt leben können. Es gibt im Kreis Pinneberg gerade mal sechs Kurzzeitpflegeplätze. Das ist deutlich zu wenig.“

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