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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 17:47 Uhr

Neue Regionalleitstelle : Bauboom sorgt für Kostenexplosion

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Für den Neubau in Elmshorn ist Nachschlag von 1,8 Millionen Euro nötig. Der Grund ist laut Kreis die gute Konjunktur.

Elmshorn | Das Baugewerbe boomt. Das ist nicht unbedingt neu. Doch zumindest die Kreistagspolitiker haben es nun schwarz auf weiß. Denn für den Neubau der Kooperativen Regionalleitstelle in Elmshorn werden zusätzliche Mittel von rund 1,8 Millionen Euro benötigt. Darüber hat nun der Finanzausschuss des Kreistags zu befinden.

Ursprünglich war die Pinneberger Kreisverwaltung von Kosten in Höhe von 17,4 Millionen Euro für den Neubau ausgegangen. Doch das stellte sich bereits im Laufe der Umsetzung des Projekts als nicht mehr haltbar heraus. Mittlerweile rechnet die Verwaltung mit einem Mehrbedarf von rund 1,8 Millionen Euro. Das allerdings wissen Politik und Verwaltung seit geraumer Zeit. Der Grund für die Kostenexplosion ist aus Sicht der Kreisverwaltung der Bauboom: „Die Abweichungen beziehungsweise der daraus resultierende Mehrbedarf ist größtenteils auf die konjunkturellen Entwicklungen im Baugewerbe zurückzuführen. Die Planungsbüros berichten auch aus anderen Projekten, dass das Preisniveau für Bauleistungen seit Herbst 2015 insgesamt erheblich gestiegen ist, teilweise bis zu 20 Prozent.“

Die Kooperative Rettungsleitstelle ist für die Kreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen sowie polizeilich zusätzlich für den Kreis Segeberg die zentrale Einrichtung für die Notrufannahme und Alarmierung sowie die Koordinierung von Einsatzkräften. Etwa 90 Mitarbeiter sind in der Leitstelle in Elmshorn tätig. Nötig geworden war der Neubau, weil es im alten Gebäude große Probleme unter anderem mit dem Brandschutz und der Entlüftung gab.

Allerdings muss der Kreis den Neubau nicht komplett mit eigenen Mitteln finanzieren. Rund 60 Prozent zahlen allein die Krankenkassen über die Entgelte für den Rettungsdienst. Von den restlichen 40 Prozent übernehmen die Kreise Dithmarschen und Steinburg gemeinsam die eine, der Kreis Pinneberg die andere Hälfte. Außerdem fließen Mieteinnahmen von der Polizei. Rund 45.000 Euro monatlich sind das. Dienstag, 1. November, befasst sich der Finanzausschuss des Kreistags mit der Mehrausgabe. Die Genehmigung dürfte ein Selbstgänger sein.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 12:30 Uhr

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