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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 19:41 Uhr

Bank-Panne: Zugang zu fremden Konten

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Comdirect Einige tausend Kunden des Quickborner Unternehmens betroffen

Der Albtraum für jeden Bankkunden: Unbekannte haben freien Zugang zum Konto. Dieses Horrorszenario ist für Kunden der in Quickborn ansässigen Online-Bank Comdirect gestern Wirklichkeit geworden. Nutzer landeten nach dem Login nicht auf dem eigenen, sondern auf fremden Konten.

Bank-Sprecher Geerd Lukaßen bestätigte die Panne auf Anfrage dieser Zeitung: „Wir haben technische Probleme bedingt durch eine Software-Einspielung.“ Nach Auskunft des Sprechers waren einige tausend Kunden betroffen. „Alle Betroffene werden informiert“, sagte Lukaßen. Er betonte, dass den Kunden kein finanzieller Schaden entstanden sei. „Es waren keine Überweisungen möglich. Allerdings konnte Geld zwischen dem Girokonto und dem Depot verschoben werden“, sagte der Sprecher. Die Kontrollen der Konten liefen gestern Abend noch.


Software-Update als Auslöser


Auslöser der Panne war laut des Unternehmenssprechers Lukaßen ein Software-Update. Nach Angaben von Lukaßen werden in der Nacht zu Montag regelmäßig Aktualisierungen eingespielt – diesmal allerdings mit schwerwiegenden Folgen. „Nach einem Neustart der IT-Systeme am Vormittag waren unsere Website und das Kunden-Login wieder verfügbar“, sagte Lukaßen.

Die Online-Bank hat etwa zwei Millionen Privatkunden. Für sie werden zirka 959  000 Depots und 1,29 Millionen Girokonten verwaltet (Stand: 1. Quartal 2016). Das betreute Vermögen betrug Ende März 39,80 Milliarden Euro.

Erst im Juni war es bei der Deutschen Bank zu einer IT-Panne gekommen, von der im Online-Geschäft etwa 2,9 Millionen Konten betroffen waren. Nach Bankangaben waren mehr als 13   Millionen Buchungen falsch angezeigt worden, was im Zahlungsverkehr aber folgenlos geblieben sein soll. Ursache sei ein Verarbeitungsproblem gewesen.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 12:09 Uhr

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