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Pinneberger Tageblatt

06. Dezember 2016 | 15:09 Uhr

Bands und Fans trotzen der Hitze

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Festival Wake up Pi lockt mehr als 2000 Besucher aufs Festivalgelände auf der Drosteiwiese / Organisatoren wollen späteres Ende

Das Organisationsteam von Wake up Pi hat in den vergangenen 16 Jahren einiges erlebt und lässt sich kaum noch aus der Ruhe bringen. Doch ein „dringliches Problem“ brachte Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann am Sonnabend während des Festivals auf der Drosteiwiese zum Schmunzeln. „Uns geht das Toilettenpapier aus“, sagte ein Helfer. Bohmann schüttelte den Kopf: „Ich habe schon einiges erlebt, aber mit Toilettenpapier hatten wir nie ein Problem. Was ist denn in diesem Jahr los?“ Mit einem anderen Problem hatte das Wake-up-Pi-Organisationsteam mehr zu kämpfen: Stromausfällen. Immer wieder wurde es dunkel und ruhig auf der Bühne.

„Bis auf die technischen Probleme lief es gut“, bilanzierte Joachim „Joe“ Ratelbeck. Die Suche nach der Ursache für die Stromausfälle dauerte, aber als die Headliner Kiddo Kat und Kollektiv 22 auftraten, waren diese behoben – oder kamen zumindest nicht wieder. „Der Aufbau lief super, das Publikum ist total entspannt, die Bands waren gut und Merchandising und Getränkewagen funktionierten“, stellte Jens Schmidt, Leiter des Geschwister Scholl Hauses, zufrieden fest.

Zum Start hatte was Wake up Pi ein wenig mit der leeren Veranstaltungsfläche zu kämpfen. Viele Besucher genossen die Sonne auf der Drosteiwiese, passierten die Absperrung auf das Festivalgelände aber nicht. „Wir haben Glück gehabt mit dem Wetter, wobei die Mittagshitze uns vielleicht einige Besucher gekostet hat. Das war ja brüllendheiß“, sagte Bohmann.

„Wir hatten extra Puffer zwischen den Auftritten eingeplant, damit es am Ende entspannt ist“, sagte Schmidt. Nach den Auftritten der Schülerbandprojekte Fresh Drummers, Jurasixx, Six Students of Rock, Chi und Emma Schwabe, traten die Lokalgrößen Yellow Panic, Funkspruch, Referenz, Nebensaiter, In Ivory und Declare your funeral auf.

Der Zeitplan war schon mächtig durcheinandergewürfelt, als You-Tube-Star Kiddo Kat als erster Headliner die Bühne betrat. Als Zugabe spielte sie „Kiss“ von Prince – den Song, der die Hamburgerin bekannt gemacht hatte. „Jetzt kommt der Song, den ich vermutlich spielen werde, bis ich im Altenheim bin. Ich will mich aber nicht beschweren, da so viel Gutes passiert ist durch das Lied“, sagte die Künstlerin. Nach einem schnellen Soundcheck spielten Kollektiv 22 ihr stark verkürztes Set, denn um 22 Uhr hieß es: „Musik aus.“

„Um 22 Uhr gehen einige nach Hause und essen erst einmal zu Abend“, sagte Bohmann ironisch. Er warb für eine späteres Ende im kommenden Jahr. „Wir appellieren an die Anwohner. Das muss doch einmal im Jahr für die jungen Leute drin sein“, sagte er. Durch die Zusammenlegung von Wake-up-Pi und Kindertag sei die Lärmbelastung gesunken, da die Bühne nicht mehr in der Nacht abgebaut werde. „Es ist die Veranstaltung für junge Leute und das sollte sich die Stadt gönnen“, sagte Schmidt. Doch kann der Verbund der Jugendeinrichtungen als Veranstalter nicht auf den kurzen Dienstweg hoffen. „Das Ordnungsamt muss alle Interessen abwägen“, sagte Bohmann.

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erstellt am 12.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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