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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 11:42 Uhr

Nachts auf Streife : Auf Verbrecherjagd mit der Polizei

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fast 100 Fahrzeuge hat die Polizei Pinneberg in nur einer Nacht überprüft.

Pinneberg | Mittwochabend, kurz vor 22 Uhr auf dem Polizeirevier Pinneberg. Hauptkommissar Sascha Schmidt will gerade mit einem Teil der Nachtschicht zu einer Verkehrskontrolle mit dem Schwerpunkt Einbruchsaufklärung starten. Doch plötzlich Einsatz: Eine Alarmanlage in der Elmshorner Straße löst aus – Einbruch. Auf der Wache ist so etwas fast Alltagsgeschäft.

154 Mal wurde 2015 in Pinneberg eingebrochen, im Vorjahr waren es 20 Fälle weniger. „Es wird inzwischen wieder vermehrt nachts eingebrochen“, sagt Schmidt. Grund genug für den Dienstgruppenleiter die Schwerpunktkontrolle in dieser Woche gleich zweimal anzusetzen. Konkrete Hinweise lägen nicht vor, Zufallstreffer seien jedoch möglich.

Liegt etwas gegen den Fahrer vor? Die Polizisten überprüfen die Papiere.
Liegt etwas gegen den Fahrer vor? Die Polizisten überprüfen die Papiere. Foto: Meyer

Gemeinsam mit drei Kollegen bricht Schmidt kurz nach 22 Uhr in Richtung Ortsgrenze Rellingen auf. „Zusätzlich sind noch Kollegen in Zivil dabei, die einen Blick auf die Situation haben“, so der Hauptkommissar. Wie viele genau und wo diese positioniert sind, verrät er nicht.

Auf der Hauptstraße in Rellingen kurz vor der Autobahnauffahrt nach Hamburg sollen die Fahrer überprüft werden, die in Richtung Autobahn unterwegs sind. „Wir kontrollieren nicht alle, sondern nur die, die uns interessant vorkommen“, sagt Schmidt. Die Einsatzkräfte stellen Hütchen und Warnleuchten auf und machen somit die Fahrspur in Richtung Autobahn enger. Die Streifenwagen werden etwa 20 Meter weiter am Straßenrand abgestellt.

Zwei Beamte sichten die Fahrzeuge vor. Über Funk geben sie weiter, wen sie für eine Kontrolle vorgesehen haben. „Der Schwarze“, heißt es aus dem Funkgerät und schon winken Schmidt und seine Kollegin mit einer Taschenlampe das betreffende Fahrzeug an den Rand. Routiniert finden die Einsatzkräfte ihre Positionen. „Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte“, spricht Schmidt den Fahrer an, während die Kollegin auf der Beifahrerseite die Situation im Blick behält.

Die Streife kontrollierte zahlreiche Pkw.

Die Streife kontrollierte zahlreiche Pkw.

Foto: Meyer
 

Angehalten werden Kleinwagen, Kombis und auch Limousinen. Kleintransporter seien nicht mehr so beliebt bei Einbrechern, so Schmidt. Nach einer knappen halben Stunde gibt er das Zeichen zum Abbruch. „So etwas spricht sich immer schnell rum“, sagt er. Fündig sei das Team nicht geworden.

In dieser Nacht werden sie auch noch an den Autobahnauffahrten Pinneberg-Nord und Pinneberg-Süd Fahrzeuge überprüfen. Insgesamt werden sie 92 anhalten. Bei 19 werden die Beamten eine genauere Kontrolle durchführen, weil es Auffälligkeiten wie etwa polizeibekannte Insassen oder aber im Auto mitgeführte Werkzeuge gibt. Auch in der Nacht zu gestern überprüften die Einsatzkräfte Autofahrer, in der Hoffnung auf Hinweise auf Einbrecher.

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erstellt am 11.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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