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Pinneberger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 19:26 Uhr

Auf Schatzsuche im Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Geocaching Kleine Piraten auf großer Mission / Filip und 14 weitere Kinder nehmen an einer modernen Schnitzeljagd teil

Es ist ein verregneter Tag, mitten in den Sommerferien. Im Geschwister-Scholl-Haus (GSH) in Pinneberg erscheinen immer mehr Kinder mit ihren Eltern. Neugierige Blicke. Vorfreude ist zu spüren. Filip ist einer von 15 Teilnehmern, die sich für das Geocaching angemeldet haben – eine moderne Schnitzeljagd mit GPS-Empfänger. Für den Elfjährigen aus Borstel-Hohenraden ist es eine Premiere: „Ich probiere es heute zum ersten Mal aus und bin schon gespannt.“ Zu der Ferienaktion angemeldet hat ihn seine Mutter gemeinsam mit seiner älteren Schwester Tamara.

Begrüßt werden die Kinder von zwei Piraten mit Augenklappe, Piratenhut, einem scharfen Säbel und einem Pümpel. Orke Schwänke, Leiter des Jugendtreffs im Schulzentrum Nord, und der Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann führen die Teilnehmer durch den Tag voller Abenteuer. Michael Lindemann, der Hausmeister des GSH, erklärt das Prinzip des weltweit verbreiteten Geocaching: „Im Internet kann man Koordinaten, Beschreibung und Hinweise der jeweiligen Verstecke finden. So kommt man an Orte, die man noch nie gesehen hat.“ Er hatte die Idee und organisiert die Ferienaktion für die kleinen Pinneberger. Um die geografischen Koordinaten für das erste Versteck, einen sogenannten Geocache, herauszufinden, müssen die Schatzsucher zunächst einige Rätsel lösen. Filip beginnt vorzulesen: „Was waren Piraten?“ Und gemeinsam finden die Kinder Antworten. Sobald die Zahlenkombination in den GPS-Empfänger eingegeben ist, kann die Suche beginnen. Das erste Versteck ist bald gefunden: Unter dem Dach des GSH befindet sich eine kleine Filmdose mit dem nächsten Hinweis und neuen GPS-Daten.

Aufbruch zum nächsten Versteck – doch es hört kaum zu regnen auf. „Das Wetter ist echt unpassend“, findet Filip. Doch echten Piraten kann das nichts anhaben. Nach einer kurzen Pause marschiert die Gruppe zielstrebig weiter, das Ziel ist die Pinnau. Hier erwartet die Teilnehmer eine neue Aufgabe: Im Paddelboot soll Flaschenpost aus dem Fluß gefischt werden. Filip hilft, das Boot mit einem Seil wieder an Land zu ziehen. In den Flaschen befinden sich Teile einer Schatzkarte, die zusammengefügt die Holmer Sandberge zeigen.

Dort angekommen, wartet bereits das nächste Rätsel: An einem Baum stimmt etwas nicht. „Da, eine Kokosnuss“, ruft Filip sofort. Schnell wird diese vom Baum geholt und tatsächlich: Sie birgt den nächsten Hinweis sowie einen Schlüssel, der zum finalen Schatz führen soll. Mit Karte, Schaufel und einer Menge Motivation ausgerüstet, wandern Filip und die restliche Gruppe durch den Wald an die Dünen. Als die Markierung gefunden ist, beginnen sie fleißig mit dem Graben. Die Spannung steigt. Schließlich kommt eine hölzerne Schatztruhe zum Vorschein. In ihr befinden sich zahlreiche Goldtaler mit Schokolade und Piraten-Medaillen, die die Kinder mit Jubel entgegen nehmen. „Das Geocaching hat mir sehr gefallen und ich hätte nochmal Lust darauf“, sagt Filip anschließend. Zurück im GSH wird gemeinsam gegrillt. Nach diesem langen Tag haben sich die Abenteurer das wirklich verdient.

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erstellt am 13.Aug.2016 | 16:19 Uhr

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