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Pinneberger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 06:56 Uhr

Auch am Wochenende wird gebaut

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Westumgehung Kanal- und Schachtarbeiten unter der Prisdorfer Straße / Verkehr umgeleitet / Anwohner nicht informiert

Die Bagger rollen und dröhnen in Pinneberg jetzt auch am Wochenende. Bis spät in die Nacht wird an der Westumgehung bei Scheinwerferlicht gearbeitet. Deswegen war die Prisdorfer Straße von Freitag bis heute Morgen gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. Die Straße wurde für Tiefbauarbeiten aufgerissen.
„Wir verlegen neue Regenrohre und einen Schacht. Die alten Rohre kommen raus. Sie sind zu alt und zu klein und durch die Jahre verwittert“, informiert Polier Dominic Grosch von der Firma Bickhardt Bau mit Sitz in Hessen. Die marode Leitung konnte die Menge an Regenwasser nicht mehr aufnehmen. „Das Regenrückhaltebecken an der Reichenberger Straße läuft dann immer voll“, so Grosch. Unschön, zumal dort ein großer Parkplatz gebaut werden soll.

Es ist Sonntagabend gegen 19 Uhr. Ort: die Prisdorfer Straße/Höhe Siemensstraße/Reichenberger Straße. Radfahrer stoppen. Einige Passanten, die mit ihren Hunden Gassi gehen, bleiben auf dem Bürgersteig stehen und schauen zu, wie sich die Schaufel ins Erdreich gräbt. Immer tiefer, bis zu einer Tiefe von sechs Metern. Ein Radbagger und ein Kettenbagger sind im Einsatz.

Grosch zeigt auf einen Plan, der den Verlauf der Leitung skizziert. 40 Meter Rohr sind bis gestern verlegt worden. Die haben es in sich: Sie sind 2,50 Meter lang, 14    Zentimeter dick und haben einen Durchmesser von 80 Zentimetern. Auch ein Schacht wurde eingebaut und drei Boxen, damit es während der Bauarbeiten nicht zu einem Einsturz kommt.

Eigentlich sollten die Arbeiten schon am Sonnabend fertig sein. „Das war nicht zu schaffen“, so der Polier, denn eine Trinkwasserleitung auf der Trasse musste mit Spanngurten gesichert, dann freigelegt und unterhöhlt werden. Sonst lief alles nach Plan: Gestern Mittag wurde der Asphalt aufgetragen, der allerdings noch ausdünsten musste. Für Autofahrer heißt es heute wieder: Freie Fahrt von Pinneberg nach Prisdorf.
Anwohner der Prisdorfer Straße monieren allerdings, dass sie über die Maßnahme von der Stadt nicht informiert worden seien. „Der Lärm ging bis in die Nacht hinein“, so eine Anwohnerin im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch die Autofahrer, die von Pinneberg nach Prisdorf fahren wollten, viele davon zum Marktkauf, wurden eiskalt erwischt.

Unterdessen buddeln die Bagger an den Fischteichen. Dort wird die Baugrube für den Bau der Geh- und Radwegbrücke vorbereitet.

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erstellt am 23.Aug.2016 | 16:58 Uhr

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