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Pinneberger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 09:26 Uhr

Interaktive Übersicht : Arbeitsmarkt: Der Herbst lässt die Quoten fallen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

5,0 Prozent der Menschen in der Region sind arbeitslos gemeldet. Die Zahl der sogenannten Unterbeschäftigten ist gestiegen.

Kreis Pinneberg | Der kräftige Herbstaufschwung hat die Zahl der Arbeitslosen im September bundesweit auf ein Rekordtief sinken lassen. Mit 2,608 Millionen Erwerbslosen waren so wenig Männer und Frauen auf Jobsuche wie zuletzt im März 1991, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 5,9 Prozent. Auch im Kreis Pinneberg hat der Arbeitsmarkt nach der Ferienzeit wieder saisonbedingt angezogen. Die Zahl der Arbeitslosen ist um 454 Personen oder um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. 8471 Männer und Frauen waren im Kreis Pinneberg arbeitslos. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl fast unverändert – sie ist um sechs Personen oder 0,1 Prozent gesunken.

„Die Zahl der Personaleinstellungen hat nach den Sommerferien wieder zugelegt. Zudem sind im September viele Ausbildungen gestartet und auch viele Qualifizierungen haben begonnen. Diese Faktoren entlasten den Arbeitsmarkt zum Herbstbeginn deutlich“, sagte Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit Elmshorn. Im Kreis Pinneberg meldeten sich im September 742 Menschen (August: 653) aus der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung ab. Zudem haben 747 Arbeitslose (August: 488) eine Ausbildung oder berufliche Qualifizierung begonnen.

Zu den 8471 Arbeitslosen kommen noch weitere 2673 Menschen, die zum Beispiel in Qualifizierungsmaßnahmen und Arbeitsgelegenheiten sind, Krankgeschriebene, geförderte Existenzgründer und Arbeitsuchende mit Vorruhestandsregelungen.

 

Die Zahl dieser sogenannten Unterbeschäftigten ist unter anderem wegen der hohen Zahl der Flüchtlinge im Kreis Pinneberg gestiegen. Diese befinden sich derzeit noch vielfach in Sprachkursen, beruflichen Vorbereitungslehrgängen oder betrieblichen Praktika. Derzeit sind im Kreis Pinneberg 1312 aus Krisengebieten geflüchtete Menschen bei Arbeitsagentur und Jobcenter arbeitsuchend gemeldet. Davon waren 382 auch als arbeitslos gemeldet – sie suchten unmittelbar einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Die übrigen tauchen in der aktuellen Arbeitslosenstatistik als Unterbeschäftige auf.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 10:00 Uhr

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