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Pinneberger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 11:16 Uhr

Abschlusskonzert : Anrüchiger Funk in der GuGs

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Big Band „Collegium Musicum“ bedankt sich mit Abschlusskonzert bei ihren Fans. 150 Zuhörer genießen den Auftritt.

Ellerhoop | Das Jahresabschlusskonzert der Pinneberger Big Band „Collegium Musicum“ ist ohne Frage das Jahreshighlight im Terminkalender des talentierten Ensembles, welches sich 1999 aus einer Gruppe leidenschaftlich musizierender Instrumentalisten gründete. Kein Wunder also, dass rund 150 Zuhörer am Sonnabend den Weg in die Grund- und Gemeinschaftsschule an der Richard-Köhn-Straße fanden, die sich angesichts des Repertoires der Band mal beim exklusiven Unterhaltungsprogramm auf einem Kreuzfahrtdampfer – oder auch in einem verruchten Etablissement im amerikanischen Louisiana wähnen durften.

Nach der Pause wurde es „funky“. Denn: „Funk ist eine anrüchige Angelegenheit. Mit ihm bezeichnete man im alten New Orleans die Geruchsmischung aus Schweiß und Rauch in den Bordellen. Recht bald wurde daraus der Slang-Begriff „funky“. In der Frühzeit des Jazz umschrieben Musiker damit eine langsame, lasziv verzögerte Spielweise: der perfekte Soundtrack zum Geschlechtsverkehr“, klärte die durch den Abend moderierende Doreen Vorwig ihre staunenden Gäste gründlich auf.

Sie selbst trat – stets im Wechsel mit Lena Renk und Martin Blatnicky – unter Band-Beleitung als Solist in Erscheinung und gab hierbei Stücke wie „Sir Duke“ (Stevie Wonder), „Respect“ (Otis Redding) oder „Fantasy“ (Earth Wind and Fire) zum Besten. Schon zu Programmbeginn hatte das von Christoph Schulz geleitete Ensemble unter Mitwirkung der Jugendband „Swing Stage“ jede Menge Leben versprüht und seine Gäste dank einer bunten Mischung aus Swing-, Rock-, Pop- und Evergreens mitreißen können.

Ob Roger Ciceros „Zieh die Schuh aus“, „American Patrol“ (Glen Miller), „Hello“ (Lionel Richie) oder „A Night in Tunisia“ (Dizzy Gillespie): Neben den reinen Instrumentalstücken und den hierbei kräftig hervortretenden Trompeten-, Saxophon-, Posaunen- und E-Gitarrenklängen, wussten die drei Solisten auch immer wieder stark aufzutrumpfen.

Tosender Applaus des begeisterten Publikums war den 24 Protagonisten nach der rund zweistündigen Darbietung sicher, die mit der Zugabe „Lady Marmalade“ (Bob Crewe, Kenny Nolan) versüßt wurde. „Wir hatten uns schon in den letzten Jahren immer wieder mal vorgenommen, das Jahresabschlusskonzert von Collegium Musicum zu besuchen. Heute hat es endlich mal geklappt. Wir wurden bestens unterhalten. Tolle Stücke, tolle Sänger und Sängerinnen. Wir kommen wieder“, sagte Britta Danöhl, die mit ihrer Mutter Gisela erschienen war. Auch Band-Leiter Christoph Schulz konnte am Ende des Konzertes mehr als zufrieden sein. „Es ist schön, dass wir auch in diesem Jahr noch einmal so vielen Gästen zum Jahresabschluss eine musikalische Freude bereiten konnten. Seit dem Frühjahr hat die Band, die im Jahresverlauf fünf weitere Auftritte absolvierte, darauf hin gearbeitet. Es hat sich wieder gelohnt“, so Schulz.

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erstellt am 21.Nov.2016 | 16:17 Uhr

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