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Pinneberger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 00:19 Uhr

Engagement in Pinneberg : Amnesty kämpft gegen Gewalt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rassistisch motivierte Straftaten nehmen drastisch zu. Die Menschenrechtsorganisation ruft eine Petition ins Leben.

Pinneberg | „Die gestiegene Anzahl von rassistisch motivierten Straftaten ist erschreckend“, sagt Jürgen Ohlert von Amnesty International Pinneberg. Daher machte die Menschenrechtsorganisation am Wochenende in der Rathauspassage auf die Problematik aufmerksam. Wurden 2013 noch 63 rassistisch motivierte Straftaten erfasst, stieg die Zahl im Jahr 2015 laut Bundesinnenministerium (BMI) auf 1031 Fälle. „Amnesty fordert mit ihrer an die Innenminister gerichteten Petition ein bundesweites Konzept zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften vor rassistischen Angriffen sowie diese Straftaten auf mögliche rassistische Motive zu prüfen“, erläuterte der Amnesty-Sprecher.

In der Petition, die bis zum 15. November läuft, wird zudem gefordert, eine unabhängige Untersuchung einzuleiten, inwiefern institutioneller Rassismus in der Polizei Ermittlungen zu rassistischen Straftaten behindere.

„Wir sind sehr zuversichtlich, die 200er-Marke zu knacken“, sagte Ohlert. Insgesamt wurden bisher 184 Unterschriften gesammelt – davon 36 alleine am vergangenen Sonnabend. Nun hoffen die Menschenrechtsaktivisten auf das Benefizkonzert zu Gunsten von Amnesty International. Sängerin Anna Haentjens tritt mit Pianist Sven Selle am Sonntag, 6. November, ab 18 Uhr in der Pinneberger Drostei, Dingstätte 23, auf. Karten gibt es im Vorverkauf für 13 Euro im Bücherwurm, Dingstätte 24, unter Telefon 04101-23211. An der Abendkasse kosten diese 15 Euro. Die Einnahmen kommen zu 100 Prozent Amnesty International zugute. „Dort werden wir die Petition ausliegen. Wir hoffen, dass noch einige unterschreiben werden“, so Ohlert. Parallel wirbt er zudem auch für eine zweite Unterschriftensammlung, um neue humanitäre Aufnahmeprogramme für Flüchtlinge aus Krisengebieten zu schaffen, und den Familiennachzug zu erweitern.

Zudem soll die Politik der Abschottung und „menschenrechtswidrigen Vereinbarungen mit Drittstaaten“ beendet werden. „Dafür haben auch bereits etwa 180 Menschen unterschrieben“, so Ohlert.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 10:00 Uhr

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